Kategorie: Piraten

Kein Rage, kein Flausch, nur Politik

Wir sind keine besseren Menschen, darum wollen wir die Strukturen ändern, für Transparenz in der repräsentativen Demokratie.

So ähnlich las ich es in irgendeiner Stellungnahme der Piratenpartei vor 2 Jahren. Dieses Konzept fand ich schlüssig. Ich finde es heute auch noch schlüssig. Leider habe ich das Gefühl, dass einige von uns wirklich denken, dass wir aus irgendwelchen Gründen die besseren Menschen mit den hehren Zielen seien. Das wir uns irgendwie erziehen lassen, wenn wir nur genug erklären und uns Einheit schwören. Weiterlesen

Bitte keine Hexenjagd

Mir ist heut beim Lesen eines Artikels, über den “Global March of Chemtrails” am Wochenende in Berlin, etwas aufgefallen. Es wurde scheinbar beiläufig ein Autokennzeichen eines “Kopfes” der Chemtrail-Verschwörungstheorie und deren Verbreitung in Deutschland erwähnt.* Des Weiteren erschien gerade heute ein Blogbeitrag des DZVhÄ über mich und meine Arbeit. Der anonyme Autor ist offenbar der Ansicht, sie hätten meine Identität aufgedeckt. Weiterlesen

Muss sich erst jemand anzünden?

Ich fühle mich ohnmächtig. Nur 4 % der Bürger halten Datenspionage für ein Problem und Pofalla erklärt die Debatte um unseren Geheimdienst für beendet. Die Medien folgen ihm brav.

Ich sitze hier und heule, weil ich Angst habe. Weiterlesen

Heilpraktiker verbieten?

Update: Nachdem dieser Beitrag nun irgendwie im Zuge der Homöopathie-Diskussion durchs Netz wandert und ich sehr aufgebrachte und zweifelhafte Kommentare unter jenem freischalte, will ich mich kurz über die gröbsten Missverständnisse äußern:

1) Das ist ein privater Blog von mir. Weder ist die Haltung die ICH zu Heilpraktikern habe Parteimeinung oder sonst Konsens. Was Parteimeinung ist, seht ihr an den Wahlprüfsteinen hier und hier.

2) Ich habe diesen Blogbeitrag gezielt an Skeptiker geschrieben mit dem Ziel zu begründen warum wir Heilpraktiker NICHT und ich wiederhole NICHT verbieten wollen. Ich begründe in diesem Beitrag lediglich warum das keine gute Idee ist, dazu spiele ich die Auswirkungen, die das hätte gedanklich durch. Auf den Gedanken überhaupt sind wir gekommen, weil der Heilpraktiker an sich ein Parallelangebot zu den akademischen Berufen darstellt, welcher KEINER staatlichen und bundeseinheitlichen Ausbildungsstandards, vergleichbar mit dem der Gesundheitsberufe (Krankenpfleger, etc.) obliegt. Es gibt keine einheitliche Regelung der Qualität und Aktualität der Ausbildung und der angebotenen Leistungen. Wer die Prüfung des Gesundheitsamts als ausreichend empfindet, dem kann ich auch nicht helfen. MEINER Meinung nach, ersetzt jede bis dato angebotene Heilpraktikerausbildung nicht die 10 Jahre Studium inkl. Praxisausbildung die akademische Medizinberufe absolvieren müssen.

Es wurde in der Vergangenheit von Seiten der Politik versucht die Ausbildungsqualität der Heilpraktiker zu erhöhen, jedoch ist es aus den vielfältigsten Gründen gescheitert. Als Partei haben wir daher noch keine Lösung für dieses Problem.

3) Ja, es gibt sehr sehr zweifelhafte Therapieangebote von Seiten der Heilpraktiker. Wer Beispiele dazu möchte, lese sich hier eine Auswahl dazu durch. Dazu gibt es mit Sicherheit einige Heilpraktiker die sehr gut entscheiden können, wann sie ihren Patienten doch besser zu einem Facharzt schicken sollten. Davon bin ich überzeugt. Genauso, wie es Ärzte gibt, die ihren Job verfehlt haben.

In einem Beitrag der GWUP wurde auf eine Formulierung in der Beantwortung des Wahlprüfsteins der Heilpraktiker aufmerksam gemacht, dass wir als Piraten die Heilpraktiker nicht verbieten, aber auch nicht fördern. Ich möchte kurz erläutern warum das so ist und was sich hinter dieser scheinbar uneindeutigen Haltung verbirgt. Weiterlesen

Wahlprüfstein des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker (FDH) – Piraten antworten

Nachfolgend der beantwortete Wahlprüfstein. Ich denke, er spricht für sich:

Anlässlich der bevorstehenden Wahlen im September 2013 möchten wir die Gelegenheit nutzen, die Positionen lhrer Partei zum Berufstand der Heilpraktiker und zur Gleichbehandlung naturheilkundlicher Arznei- und Heilmittel zu erfragen. Weiterlesen

Ich kann auch konstruktiv – Presse und Partei

Was wir richtig machen:

Was wir falsch machen/machten: Weiterlesen

“Bundestagswahl 2013 – gesundheitspolitische Sprecher im Interview: Welche Perspektiven hat die Homöopathie?”

Eigentlich wollte ich mich über die Antworten der anderen Parteien auf den Fragenkatalog des deutschen Zentralvereins homöopatischer Ärzte stürzen, aber der Fairness halber beantworte ich ihn anhand unseres Wahlprogramms Gesundheitspolitik (Piratenpartei) für die Bundestagswahl zunächst selbst.

DZVhÄ: Eine Allensbach-Studie zeigte 2009, dass mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland selbst schon einmal homöopathische Mittel verwendet hat (53 Prozent). Erhebungen von Krankenkassen sprechen sogar von 68 Prozent. Die besonderen Therapierichtungen spielen im Gesundheitssystem allerdings eine nur untergeordnete Rolle. Werden Sie sich des Themas annehmen und die Homöopathie als komplementäre Methode politisch unterstützen?

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Bekenntnis zur Evidenzbasierten Medizin \o/

Ich bin sehr glücklich. Die Piraten haben unseren Antrag zur Gesundheitspolitik für das Wahlprogramm zur Bundestagswahl angenommen. Neben vielen wichtigen Aspekten wurde ein Teilmodul angenommen, welches besagt, dass wir uns für evidenzbasierte Medizin einsetzten. Hier ein Auszug:

Zur Bekämpfung von Fehlversorgung setzen die Piraten zudem auf die Förderung der evidenzbasierten Medizin, d.h. dem Treffen von versorgungsrelevanten Entscheidungen nach umfangreichen Recherchen in den verfügbaren Quellen des Wissens. Nur belastbare Studien zur Beurteilung der Wirkung von Therapien und Medikamenten können Grundlage der Entscheidungen über die Erstattung der Kosten durch die Krankenkassen sein. Therapien und Medikamente, deren Wirksamkeitsnachweis nicht erbracht wurde, dürfen nur dann zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden, wenn für die zu behandelnde Krankheit keine heilenden Therapien zur Verfügung stehen oder eine wissenschaftliche Bewertung mit höchster Evidenz sich aus ethischen Gründen verbietet.