Heilpraktiker verbieten?

Update: Nachdem dieser Beitrag nun irgendwie im Zuge der Homöopathie-Diskussion durchs Netz wandert und ich sehr aufgebrachte und zweifelhafte Kommentare unter jenem freischalte, will ich mich kurz über die gröbsten Missverständnisse äußern:

1) Das ist ein privater Blog von mir. Weder ist die Haltung die ICH zu Heilpraktikern habe Parteimeinung oder sonst Konsens. Was Parteimeinung ist, seht ihr an den Wahlprüfsteinen hier und hier.

2) Ich habe diesen Blogbeitrag gezielt an Skeptiker geschrieben mit dem Ziel zu begründen warum wir Heilpraktiker NICHT und ich wiederhole NICHT verbieten wollen. Ich begründe in diesem Beitrag lediglich warum das keine gute Idee ist, dazu spiele ich die Auswirkungen, die das hätte gedanklich durch. Auf den Gedanken überhaupt sind wir gekommen, weil der Heilpraktiker an sich ein Parallelangebot zu den akademischen Berufen darstellt, welcher KEINER staatlichen und bundeseinheitlichen Ausbildungsstandards, vergleichbar mit dem der Gesundheitsberufe (Krankenpfleger, etc.) obliegt. Es gibt keine einheitliche Regelung der Qualität und Aktualität der Ausbildung und der angebotenen Leistungen. Wer die Prüfung des Gesundheitsamts als ausreichend empfindet, dem kann ich auch nicht helfen. MEINER Meinung nach, ersetzt jede bis dato angebotene Heilpraktikerausbildung nicht die 10 Jahre Studium inkl. Praxisausbildung die akademische Medizinberufe absolvieren müssen.

Es wurde in der Vergangenheit von Seiten der Politik versucht die Ausbildungsqualität der Heilpraktiker zu erhöhen, jedoch ist es aus den vielfältigsten Gründen gescheitert. Als Partei haben wir daher noch keine Lösung für dieses Problem.

3) Ja, es gibt sehr sehr zweifelhafte Therapieangebote von Seiten der Heilpraktiker. Wer Beispiele dazu möchte, lese sich hier eine Auswahl dazu durch. Dazu gibt es mit Sicherheit einige Heilpraktiker die sehr gut entscheiden können, wann sie ihren Patienten doch besser zu einem Facharzt schicken sollten. Davon bin ich überzeugt. Genauso, wie es Ärzte gibt, die ihren Job verfehlt haben.

In einem Beitrag der GWUP wurde auf eine Formulierung in der Beantwortung des Wahlprüfsteins der Heilpraktiker aufmerksam gemacht, dass wir als Piraten die Heilpraktiker nicht verbieten, aber auch nicht fördern. Ich möchte kurz erläutern warum das so ist und was sich hinter dieser scheinbar uneindeutigen Haltung verbirgt.

Wir haben in unserer Arbeitsgemeinschaft tatsächlich über eine Forderung diskutiert, die aktuelle Praxis des Heilpraktikers zu verbieten. Allerdings sind wir dabei auf eine Fülle von Problemen und Auswirkungen solch eines radikalen Schritts gestoßen, die wir als verantwortungsvolle Politiker, die wir sein wollen, nicht tragen können. Wir haben bisher kein Gesamtkonzept, all diese Punkte anzugehen, daher halten wir uns mit solchen Forderungen zurück.

Verbot?

Zunächst erzeugen wir mit dem radikalsten Schritt, einem Berufsverbot, ein Betreuungsvakuum, welches sich durch den Wegfall dieses Berufs ergibt. Gleichzeitig können die normalen Ärzte dieses Vakuum aktuell nicht füllen. Heilpraktiker verbringen allein bei der sogenannten Erstanamnese nicht selten eine Stunde mit einem Patienten. Dieser fühlt sich danach in guten Händen, weil er das Gefühl hat, der Heilpraktiker interessiert sich wirklich für das Wohl des Patienten. Die Vorstellung dass alle Krankheiten zusammen hängen, man selbst daran arbeiten kann nicht krank zu werden und es für alles ein Heilmittel gibt, ist für verunsicherte Patienten unglaublich reizvoll. Dass es in der Wirklichkeit nicht so einfach kuschelig ist, ist leider eine Kröte die man schlucken muss. Doch dazu braucht man genug Vertrauen, in seinen eigenen Körper und in die Medizin die wir bisher haben.

Was passiert also bei einem Verbot? Patienten blieben verunsichert auf der Strecke. Der Großteil der Menschen, die zu einem Heilpraktiker gehen, hätten das Gefühl, man nähme ihnen wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten und dazu vielleicht auch eine Vertrauensperson, die die ganze Gesundheitsgeschichte der Familie kennt, weg. Welche Ziele man damit angeblich befolgen würde, spräche sich schnell in der Bevölkerung rum, da die betroffenen Heilpraktiker, schlagartig ihres Lebensunterhalts beraubt, nicht leise und reumütig den Rückzug anträten, sondern vermutlich lautstark auf die böse Pharmalobby und die Schulmedizin, an die wir uns alle verkauft haben, verwiesen.

Selbst ein schrittweises Verbot, ein auslaufen lassen des Berufes durch Ausbildungsstopps, löst immer noch nicht das Problem mit dem Betreuungsvakuum, wenn wir nicht gleichzeitig den Ärzten viel mehr Zeit mit den Patienten beschaffen und sie davon überzeugen, dass in der heutigen Informationsgesellschaft ein Verhältnis von Patient und Arzt auf Augenhöhe unablässig ist und das Vertrauen zum eigenen Körper wieder massiv hergestellt werden muss.

Die Zeit beim Arzt und googlende Patienten

Nur wie beschaffen wir dem Arzt die Zeit? Das ist eine Frage, die wir in der kurzen Zeit nicht beantworten konnten. Änderung des Abrechnungssystems für Kassenpatienten? Wie sollte das aussehen? Wer soll das bezahlen? Wie viel würde uns das kosten, einem Patienten anstatt aktuell 8 min, z.B. 30 min zukommen zu lassen? Tragen dann die Patienten die langen Wartezeiten mit? Wie sieht das in den ländlichen Gebieten mit Versorgungsmangel aus?

Wie bekommen wir das Vertrauen der Menschen in ihren Arzt und ihren eigenen Körper zurück? Eltern gehen mit Kindern am Wochenende zum Notdienst, weil der oder die Kleine Durchfall hat. Früher gab es ein Stück Zwieback und einen Fencheltee und es wurde gewartet bis wenigstens Montag Morgen ist. Diese Zeiten sind leider vorbei. Symptome werden im Internet gegooglet und das Resultat ist, dass Patienten mit ihren Ärzten über unterschiedliche Diagnosen diskutieren. Manche Patienten verlieren ob der Informationen, die sie im Internet finden, das Vertrauen in Ärzte. Oder Sie gehen erst mit einem guten Gefühl nach Hause, egal was sie derzeit plagt, wenn sie ein Rezeptzettelchen in der Hand haben. Sie lesen sich in irgendetwas ein, fragen ihren Arzt, dieser zuckt vielleicht mit den Schultern, weil er von der neuen Teebaumnachtkerzenringelblumensalbentherapie noch nichts gehört hat und schon ist der Zweifel gesät. Dazu kommt, dass viele Ärzte auch von evidenzbasierter Medizin noch nicht viel gehört haben. So alt ist diese schließlich auch noch nicht. Und mancher Arzt verschreibt heute noch fleißig all die Mittelchen, die er auch schon vor 30 Jahren verschrieben hat. Ärzte zur Weiterbildung in evidenzbasierter Medizin verpflichten? Wie gehen wir mit googelnden Patienten um?

Mit dem aktuellen Medizin- und Pharmaziestudium sieht es leider auch nicht so evidenzbasiert aus. Naturheilkunde und Hokuspokus nebeneinander im Lehrplan. Akupunktur, Anthroposophie und TCM munter beisammen. Wenn nicht schon die Hochschulen zur Evidenz verpflichtet sind, wie sollen wir dann glaubhaft den Heilpraktiker in Frage stellen?

Fazit

Unsere Philosophie ist die Wahlfreiheit der Menschen zu respektieren. Wir können nur mit Aufklärung und Verbesserung des Angebots auf der anderen Seite dem Heilpraktiker den Nährboden entziehen. Unsere Hoffnung ist, dass die Wackelkandidaten dann zum Arzt gehen. Die überzeugten Gläubigen können wir nicht erreichen, aber vielleicht hat sich die Zahl der Heilpraktiker mit weiteren Maßnahmen so weit reduziert, dass sich das Problem von selbst löst. Das ist die langfristige Perspektive und Hoffnung.

Wäre es nicht arrogant und unmenschlich, wenn wir Menschen ins kalte Wasser werfen, im schlimmsten Fall, ihre Welt aus den Angeln heben, ohne ein glaubwürdiges Gegenkonzept in der Hand zu haben? Ich möchte keine radikalen Maßnahmen durchsetzen und Patienten bevormunden, nur weil ICH weiß, dass es Hokuspokus ist und ICH nicht drauf angewiesen bin.

Update

Ich wurde darauf hingewiesen, dass es neben den üblichen Verdächtigen, noch anerkannte Berufe gibt, die auf der Grundlage des Heilpraktiker-Gesetztes operieren. Als Beispiel sei der Physiotherapeut genannt. Diese zählen allerdings zu den Gesundheitsfachberufen und haben eine staatlich geregelte, bundesweite Ausbildung.

165 comments

  1. Ping: Esoterische Ministerien und Parteien-Geschwurbel @ gwup | die skeptiker
  2. Ping: Heilpraktiker als Psychotherapeuten @ gwup | die skeptiker
    • Armin

      Ok, die Piraten sind damit für mich nicht mehr wählbar!
      Danke für die Ausführungen.

      • DerHuette

        Kann und muss mich Armin anschließen. Wer so einen Unsinn verzapft, ist nicht mehr wählbar. Wieder ein Piratenwähler weniger. Schon klar, dass Piraten von den allermeisten gesellschaftlichen Themen wenig Ahnung haben. Aber, bitte bitte, dann äußert Euch auch nicht dazu.

    • Wolfgang

      wie kann man so einen Unsinn verzapfen? es ist leicht etwas als Hokuspokus zu verunglimpfen nur weil man es nicht verstehen kann.
      Wir leben in einem freien Land, da können sie mit Sicherheit keinen Heilpraktiker verbieten.

      • p_b_

        Wenn Sie sich die Mühe geben würden, den Artikel zu lesen, dann hätten Sie vermutlich die Chance zu erkennen, dass es gerade nicht um ein Verbot geht. Wie die Autorin ausführt, stehen einem Verbot eine ganze Reihe von Argumenten entgegen.

        Der Kranke hat bei der Wahl des Übels vermutlich folgende Optionen:
        1. Ärztin oder Arzt, im Zweifel von Pharmavertretern oder “Vertriebsvereinbarungen” mit Kollegen korrumpiert oder in seinem kaufmännischen Interessen über die GKV stranguliert
        2. Schamane mit Wohlfühlfaktor

        Zu 1. lautete die Nutzenformel: mögliche Wirksamkeit der optimalen EbM-basierten Therapie – (Arschlochfaktor + Existenzbedrohung). Da der nach dem Minus genannte Teil in unserem Gesundheitswesen hinreichend ausgeprägt und geradezu gefördert wird, kommt der Term nicht über den optimierten Placebo-Effekt eines altenativen Heilers. Das Ganze wird noch verschärft über die in den letzten Jahrzehnten ausgebaute Angstkultur, die uns eine Schar behaupteter physischer Kranker einbringt, denen ein Psychologe vermutlich besser helfen könnte, aber nicht kann, da diese niemals zu einem Psychologen gehen würden, schließlich sind sie ja nicht verrückt…

        • Eve

          Ohmann, die Piraten Partei hat sich ja schon oft blamiert, aber der Artikel hier ist das Dümmste was ich je gehört habe.

        • Hanna

          sie argumentieren zwar, dass Sie den Heilpraktikerberuf an sich nicht verbieten wollen-können, jedoch ihm gerne den “Nährboden” entziehen würden, als ob es keine guten Heilpraktiker gäbe. Ich finde es immer noch schade, dass hier so gegeneinander gearbeitet wird-schließlich geht es um den Patienten und ihm ist sicherlich gut geholfen, würden Schulmediziner und Heilpraktier miteinander arbeiten und nicht gegeneinander und ihre gegenseitigen Möglichkeiten und auch Grenzen anzuerkennen, denn die gibt es auf beiden Seiten.
          (Dies schreibt eine Ernährungswissenschaftlerin und Heilpraktikerin, die sowohl ein jahrelanges fundiertes naturwissenschaftliches Studium hinter sich hat, als auch eine Heilpraktikerausbildung an einer Schule mit anschließender Erlaubnis der berufsmäßigen Heilkunde OHNE ärztliche Approbation.)

        • Ava

          Wenn ich die Autorin dieses grottenschlechten Artikels wäre, würde ich “leise und reumütig den Rückzug antreten”. Nicht zu glauben, wie arrogant und gleichzeitig dumm diese Person ist. Es würde jetzt nur noch fehlen, dass die Dame etwas über “Sonderverwahrung” sowohl für die Kuschel-Heilpraktiker als auch die “psychisch Kranken” schreibt.

          Piratenpartei? Lächerlich!

          Gruß, A.

    • richter

      def. die beste idee die jemals öffentlich vorgetragen wurde zur heilpraktiker thematik. das ist übrigens keine erklärung das heilpraktiker “sinnfrei” wären, sondern eine feststellung, dass ein normaler arztbesuch derweil bei 8 min. sinnfrei ist.

    • Antipirat

      Vorschlag an diese planlose Bande:
      Macht euch doch mal Gedanken darüber, wir Ihr die Piraten Partei verbieten könntet.

    • Anonym

      Sicher wäre es schön, wenn man für den Beruf des Heilpraktikers eine Ausbildungsordnung schaffen könnte und die Ärzte mit Ihnen zusammenarbeiten dürften, aber den Beruf abschaffen – undenkbar.

      Noch ein Wähler weniger!

  3. Piratos

    Da kann man nur den Kopf schütteln, warum nicht auch Glücksspiel verbieten, denn Glück bringt es quasi Keinem.
    Bei mir funktionieren einige Homöopathische Mittel, sie heilen mich, mir ist es egal, wie und ob es meine Selbstheilungskräfte sind.
    Für mich gilt, wer heilt hat Recht, dass sich die Piraten hier überhaupt über ein Verbot Gedanken machen, stimmt mich traurig, und ob dahinter die “skeptische Pharmalobby” steckt, kann sich jeder selbst denken.

    • Nella

      Die heilsbringende Medizin ist also nach Ihren Worten, Julitschka, die evidenzbasierte Medizin. Merkwürdige und paradoxe Diskussionsrichtung, wo Sie selbst doch nur zu häufig alterntaive Heilweisen als heilsbringend verunglimpfen.

  4. Michael Böttcher

    Wieso spricht man von verboten?
    Besser wäre es, bestimmte Qualifikationen zu fordern. Heilpraktiker müssen gewisse Mindeststandards erfüllen um sich Heilpraktiker nennen zu dürfen. Diese müssen besser deffiniert werden.
    Die Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz vom 17. Februar 1939 regelt die Voraussetzungen der Genehmigung.
    Dieses Gesetz hat, weiterhin Gültigkeit in der Bundesrepublik Deutschland.
    http://www.gesetze-im-internet.de/heilprg/BJNR002510939.html

    • Anka

      Jeder, der 3 Jahre Ausbildung zum Heilpraktiker hinter sich hat und eine Prüfung vor dem Amtsarzt bestanden hat, kann den Skeptikern versichern, das wir wasserdicht auf die Schulmedizin eingeschworen wurden. Information hilft gegen Vorurtteile.So nach dem Motto , Ihr dürfft eine Differentialdiagnose stellen aber sonst auch gar nix! Lasst bloß die Finger von den Patienten der Pharmaindustrie. Also no fear!

        • Sabine Döring

          Julitschka ,bitte informiere die da mal richtig bei den großen Verbänden ,es werden hier seit Jahren Ausbildungsstandarts angestrebt und die Verbandseigenen Schulen arbeiten auch danach.Es wird übrigens Schulmedizin geprüft und man muß das Wissen eines Allgemeinmediziners gefordert,also Laborbefunde lesen ,Rötgenbilder analysieren,Notfallmedizin etc…………wir die wir den Beruf erlernt haben können das alles …………….können sie sich überhaupt ein Urteil über unseren Berufsstand erlauben bei so viel Nitwissen

        • Nella

          Haben Sie sich denn schon einmal mit den Amtsarztfragen beschäftigt? Schon mal in einer amtsaerztlichen Überprüfung gesessen? Oder genügt es Ihnen in der Theorie darüber zu urteilen und das dann in der Öffentlichkeit zu vertreten?

    • Stefan Marzinowski

      es ist heute schon so dass eine Heipraktikerprüfung von den Gesundheitsämtern abgenommen wird. Bei dieser Prüfung fallen 80%-90% der Prüflinge durch. Ich selber bin seit 10 Jahren Heilpraktiker und kann nur raten, informiert euch richtig, redet mit den Berufsverbänden, geht zum Tag der offen Tür.. usw. erst dann bildet euch eine Meinung. Ich kenne nur Kollegen die sehr verantwortungsvoll und engagiert den Beruf betreiben. Ständige Fort- und Weiterbildung sind für meine Berufsgruppe selbstverständlich.

  5. Bastiaan Zapf

    Bei Spiegel Online gibt es einen Artikel, der eine etwas höhere Ebene schildert. Die Frage des “erlauben” oder “verbieten” greift m.E. etwas zu kurz.

    • michel

      …wie lächerlich doch dieser Satz ist. Man soll die Piraten verbieten. Allein der Name und die absurden unqualifizierten Dankansätze. “Wir wollen gute Politiker sein” Dabei bleibt es auch leider…oder zum Glück.

  6. Fee

    Da wird mir ja übel, wenn ich das lese. Zum Glück hab ich den Artikel gerade auf Twitter entdeckt, nachdem ich ernsthaft den Gedanken ins Auge gefasst habe, tatsächlich Piraten zuwählen. Wow, das ist mal echt No Go!

    Ich schließe mich Piratos an: Wer heilt, hat recht. Allein schon über ein Verbot nachzudenken, ist äußerst absurd und spricht 100% gegen Piraten.
    Wieso denn nicht die normale Medizin verbieten, bei den vielen schwarzen Schafen unter den Ärzten, soviel Pfuscherei und soviel unnötig verschriebenen Medikamenten? Welches göttliche Gebot klebt denn auf den Ärzten, dass sie über allem stehen und nicht angreifbar sind? Und was in aller Welt haben euch die Heilpraktiker getan?

    Wieso eigentlich nicht gleich auch Bioläden verbieten? Damit die Menschen endlich nicht mehr auf die Idee kommen, sich gesünder zu ernähren?
    Und am besten auch Unis verbieten, damit die Menschen nicht mehr nach mehr Wissen streben, als sie wissen sollen.
    Sorry, aber ein Verbot von Heilpraktikern kommt einem Denkverbot gleich.

    Ich wünsche allen kranken Piraten, auch @Afelia, dass sie doch lieber mal zum Heilpraktiker gehen – denn wer gesünder ist, kann auch besser Politik machen!
    Schade, ihr wärt eine Partei der Hoffnung gewesen.

    • Andreas

      @Fee
      Habe auch mit Besorgnis diesen Text gelesen. Bin selber Pirat und mir war leider nicht klar, dass es solche Bestrebungen in der “Gesundheitspolitik” gibt, die vollkommen konträr zu piratigen Grundsätzen stehen. Jede Form der Behandlungsmethoden hat ihre Leichen im Keller. Aber gerade die Schulmedizin ist deutlichen vom grundsatz des Heilens abgerückt und es gibt genug Beispiele, dass sie sogar kranker macht. Ich sage nur die unverantwortliche Umgang von Antibiotika wegen jedem kleinen Furz!

      Auf jeden Fall würde ich mich ganz klar gegen ein Berufsverbot von Heilpraktikern aussprechen. Man kann gerne über Standards und neue Ausbildungsregelungen nachdenken, aber auch bei den Schulmedizinern.
      Alles andere ist übergriffig und abzulehnen.

      Ich begrüße deutlich die vielfalt von Behandlungswegen und empfehle z.B. in meinem Bekanntenkreis durchaus sich mal die Meinung von Heilpraktikern und auch gerade wirklichen Homöopathen anzuhören.
      Ein allg. prakt. Arzt der jetzt auch Kügelchen verschreibt ist kein Homöopath sondern ein Quaksalber.
      Nur weil man promoviert habe, heilt man nicht automatisch!

      Das gilt gerade bei chronischen Erkrankungen wo die tollen Schulmediziner schon elendig lange rumgedoktert haben, aber nur in dem sie die Symptome behandeln. Da kenne ich selbe duzende Beispiele – eingeschlossen meiner Person und auch erfolgreiche Behandlung von Tieren.
      Wer etwas anderes behauptet ist ziemlich voreingenommen und verschließt die Augen vor Möglichkeiten und der Kraft der Natur und der Selbstheilung. Wer sich mit alternativen Behandlungsmethoden auseinandersetzt beginnt zwangsläufig sich über seinen eigenen Körper bewusster zu werden.

      Leider kann man nicht überall mit aktiv sein. Aber das gute bei den Piraten ist, man kann mitmachen und genau an den Themen mitarbeiten die einem wichtig sind. So können solche Programmpunkte auch geändert werden. Je mehr Leute also an solchen Sachen mitarbeiten, desto besser spiegeln sie den wirklichen Querschnitt der Erfahrungen/Meinungen wieder.

      Mit dem alleinigen Glauben an die Schulmedizin würde man meiner Meinung jedenfalls auch komplett an der Meinung der Bevölkerung vorbei agieren. Richtig ist aber wohl, dass die allgemeine medizinische Versorgung unbedingt verbessert werden müsste.
      Von der Finanzierung über die Organisation bis hin zur besser Bezahlung von sozialen Berufsgruppen.
      Im ganzen also ein riesiges Themenfeld.

      Viele Grüße.

      • Markus

        Mein Gott (sic!), könnt ihr euch endlich mal darüber klar werden, ob ich euch wählen soll oder nicht? Julitschka: ja, Andreas: nein.

        • Julitschka

          Ich empfehle dir aufgrund des Wahlprogramms zu urteilen. 😀 Da steht ein klares Bekenntnis zur evidenzbasierten Medizin drin. Die “Gläubigen” sind bei uns in der Minderheit.

          • Hubertus

            Du klingst so gar nicht nach Piratin, Julitschka. Diese “Gesundheitspolitik” spiegelt eine engstirnige, konservative und oberflächliche Gesinnung unter dem Deckmantel der Empirie, die in keinem Vergleich zu dem propagierten Demokratie- und Freiheitsgefühl der Piraten und ihrem kreativem Gestaltungswillen für eine vielfältige Gesellschaft steht. Fühlst du dich überhaupt wohl in dieser Partei? Oder instrumentalisierst du andere Interessen…

          • Julitschka

            Ich fühle mich sehr wohl in dieser Partei. Unser gesundheitspolitisches Programm habe nicht ich alleine geschrieben, sondern es ist in gemeinsamer Arbeit, mit mindestens 15 Personen erstellt worden, sehr oft innerparteilich diskutiert und von unserem Bundesparteitag mit 2200 stimmberechtigten Mitgliedern abgestimmt worden. Wir stehen für Therapiefreiheit und das Wohl des Patient steht bei uns im Mittelpunkt der Gesundheitspolitik. Ich habe mit sehr vielen Piraten über unser Programm gesprochen. Wir als AG haben sehr viel Zuspruch dafür bekommen.

          • Denkarium

            Hubertus, genau das ist der Punkt:
            die Piraten werden als Trittbrett von Interessensgruppen missbraucht. Das ist allerbeste Klientelpolitik. Die Lobby betätigt sich selbst als politische Kraft.
            Die Piraten hatten bereits Probleme durch “eingewanderte” Rechts- und Linksextremisten, und haben diese zum Teil immer noch.

            @Julitschka: “Wir stehen für Therapiefreiheit …”??? Wie passt das mit dem ganzen Sermon dieses Blogs zusammen? Das was hier unter der Flagge der Piraten als Gesundheitspolitik angesteuert wird, hat soviel mit Therapiefreiheit zu tun, wie die ehemalige DDR mit Reisefreiheit!!!! Sie wollen festschreiben welche Therapie ich wählen darf – ein interessantes Verständnis von “Freiheit” haben Sie. Da kann man nur hoffen, dass Sie nie die Macht bekommen, diesen Freiheitsgedanken durchzusetzen.
            Zur Freiheit gehört auch, dass man Ansichten / Meinungen / Weltanschauungen anderer akzeptiert und toleriert. Auch wenn man diese nicht nachvollziehen kann, diese nicht “gut” findet, eine vollkommen andere Weltsicht hat etc.. Das nennt man freiheitliche Demokratie. Alles andere driftet in Richtung “Diktat” ab (es ist vorgegeben was zu denken, zu glauben und zu meinen ist). Und ja, selbst wenn Sie etwas für “dumm” halten, müssen Sie das in einer Demokratie aushalten und können es nicht einfach verbieten. Es sei denn eine Gruppe möchte Sie selbst zwingen sich den Vorstellungen dieser Gruppe zu unterwerfen, oder versucht Sie zu Ihrem Glück zu zwingen (da Sie selbst für unfähig gehalten werden, dieses Glück zu erkennen). Eine solche Gruppe hat dann in einem demokratischen System nichts verloren! DIE GEDANKEN SIND FREI!

  7. Heidi

    Schön, dass nachgedacht wird und schließlich von einem ins Auge gefaßtes Vorhaben vernünftiger Weise Abstand genommen wird.
    Allerdings ist das genau das, was fast alle Politiker machen anstatt echte Probleme, die gerade auf dem Gesundheitsfaktor (z.B. Ärzte-, Pflegemangel) in Angriff zu nehmen. Es hilft wirklich keinem, wenn eine Wahl unbedingt gewonnen werden will – mir sind Ergebnisse lieber und somit Zusammenarbeit auch unter “Parteigegnern”.
    Die Probleme, die Patienten überhaupt haben sind sicher nicht einmal Politikern bekannt… Ich könnte hier eine richtige Liste erstellen, da ich Kassenpatientin bin und mein Mann Privat versichert ist, bei gleichem Gesamtfamilieneinkommen. Dazu kommen die enormen Schwierigkeiten bei der Pflege nicht zu letzt von Familienangehörigen die wir leider kennen lernen mußten. Meine Krankenkasse heißt nun auch Gesundheitskasse und widmet sich lieber den Menschen die keinen Arzt benötigen… Entschuldigung, aber um mich gesund zu halten brauche ich keine Krankenkassenbeiträge zu zahlen. Vorsorge ist gut und richtig, aber jeder vernünftige Mensch sollte doch wissen wie er gesund zu leben hat. Zuviele Beiträge werden einfach zweckentfremdet “versenkt” bzw. “verschenkt”. Ich wohne im ländlichen Bereich und hatte schon als Kassenpatientin Schwierigkeiten überhaupt einen Arzt zu finden der nicht nur Privatpatienten behandelt. Unser ehemaliger Hausarzt hätte seine Praxis gerne einem Nachfolger übergeben, doch wir sind hier überversorgt!!!! Was bleibt ist der Heilpraktiker oder man zahlt beim Arzt dazu, wenn man es sich leisten kann. Ansonsten gibt es noch die Ärzte, wo Patienten sogar auf der Strasse stehen müssen weil die Wartenden keinen Platz im Wartezimmer finden…
    Mit Supermärkten oft in riesigen Gewerbegebieten, die stetig neu auf ehemaligen Landwirtschl. Flächen gebaut werden, sind wir hier im ländl. Bereich allerdings sehr, sehr gut versorgt!
    Mein Tip: wenn die Piraten wirklich was ins rollen bringen wollen erkundigt Euch bei denen, die die reale Situation am Besten kennen. Es gibt Fachleute, die schon vor Jahren auf den Missstand in D aufmerksam machten und die die Politik einfach nicht zu Wort kommen läßt.

  8. Heidi

    Danke für den Hinweis auf Euer Wahlprogramm. Liest sich ja wie ein Weihnachtswunschzettel für mind. 10 Jahre…

  9. christian

    Jetzt ist mir echt angst geworden… Berufverbot, Ausbildungsstopp, Nährboden entziehen – Schlagwörter, die ungute Erinnerungen wachrufen…das gab es schon einmal in der deutschen Geschichte und endetete tatsächlich im Berufsverbot für Heilpraktiker. das Grundgesetz garantiert zum Glück in Deutschland jedem Berufs- und Ausbildungsfreiheit Als politische Kraft, die sich die Piraten offensichtlich verstehen, sollten solche Dinge erst nach gründlicher Abwägung der Sachlage in die Welt gesetzt werden … da ist bei solch einer jungen Partei noch enormer Hausaufgabennachholbedarf. Gut dass ich das gelesen habe – und so ist mir meine Wahlentscheidung leicht gefallen: nicht wählen! und weitersagen!

    • Julitschka

      Hallo Christian, hast du den Artikel bis zu ende gelesen? Wenn ja verstehe ich deinen Kommentar nicht. Wir werden nichts verbieten.

      • Denkarium

        Niemand will eine Mauer bauen!?
        Christian hat vollkommen recht. Das hatten wir schon alles in D. Natürlich will man nichts “verbieten”, es gilt lediglich den Nachwuchs zu unterbinden, da die Ärzteschaft ja das gesamte Spektrum der Naturheilkunde assimiliert hat und dann kein Bedarf an Heilpraktikern mehr besteht.
        Hierzu O-Töne von 1941 (!):
        “… auf einen eigentlichen Heilpraktikernachwuchs zu verzichten, da der Stellvertreter des F…. von der Überzeugung geleitet, daß die Ärtzeschaft in der Zukunft mit allen Mitteln die Segnungen der Volksheilkunde sich zu eigen machen werde ….”
        Die GWUP zeigt hier durchaus eines übers Ziel hinaus schießenden Enthusiasmus (Radikalismus?). Die Verbieteritis bei einigen Parteien (Piraten, Grüne — siehe Veggi-Zwang) nimmt bedenklich demokratieferne Züge an.
        Die Rechte von PatientInnen (beispielsweise die freie Entscheidung für oder gegen eine Behandlungsmethode) haben ihre Wurzeln im Grundgesetz (http://www.wernerschell.de/Patientenschutz/Grundsaetzliches/patientenrechte_grundgesetz.php).
        Das Verbieten einer ganzen Berufsgruppe im deutschen Gesundheitssystem hat, wenn man es im Verbund mit der Tendenz zu verbindlichen “Gold-Standard” in der Therapie (vorgeschriebene Schema-F-Behandlungsabläufe) betrachtet, durchaus etwas von Gleichschaltung an sich!
        Mit gruseligen Grüßen!

        • Dima

          Die Nazis haben die Heilpraktikerpampe überhaupt erst eingeführt, weil ihnen die Medizin zu verjudet war. Immer dasselbe, Fakten verdrehen und Zitate ohne Quelle aus dem Zusammenhang reißen, wie man es von Esottern gewohnt ist.

          • Denkarium

            Och Dima,

            wenig Wissen gepaart mit viel radikalisierter Meinung ist immer etwas problematisch (bewusstes Lügen und Betrügen möchte ich Ihnen nicht unterstellen – dieser Argumentationsweg wird ja bereits von Ihnen besetzt).
            Heilpraktiker gibt es seit ewigen Zeiten (sie wurden nicht vom NS-Regime erfunden), genau genommen haben die Hippokratiker diesen Beruf aus der Taufe gehoben. Hippokrates hat eine Trennlinie zwischen “studierten”, approbierten Behandlern und Laienbehandlern gezogen.
            Die Nazis dagegen haben ein Heilpraktikergesetz geschaffen, dessen erklärtes Ziel es war diesen Beruf auszumerzen.
            Mit “Verjudung” der Medizin und Erschaffung einer “reinen Heilkunde” hatte das nichts zu tun. Für die Phase des Krieges war den Schergen von damals die Naturheilkunde allerdings sehr recht, denn die Ressourcen der chemischen Industrie waren für kriegswichtige Produktion gebunden (die “Daheimgebliebenen” sollten mit Naturheilkunde behandelt werden). Ausserdem fehlten etliche chemische Grundsubstanzen, da diese vom Ausland nicht mehr geliefert wurde.
            Ansonsten waren die Herren von damals absolute Fans von Technokratie und standardisierten Verfahren (auch in der Medizin). Mit den Heilpraktikern hatten diese Herrschaften nichts am Hut, es ging um die Verschmelzung von “biologischer Medizin” und “naturwissenschaftlicher Medizin”. Mit Naturheilkunde der Heilpraktiker hatte das nur wenig gemein, deren medizinisches Weltbild ruhte unter anderem auch auf den humoralmedizinischen Schulen. Für die Nazis war mit “biologisch” aber die “Biologie” nach dem Verständnis des Regimes gemeint.
            Ihr ideologisches Kampfvokabular (Heilpraktikerpampe, Esottern etc.) lässt leider tief blicken. Wer eine Gruppe von Menschen als “Pampe” bezeichnet, ist menschenverachtend und demokratiefern. Ideologisierte und radikalisierte Aggressivität kennen wir in Deutschland zur Genüge. Die Piraten bieten hoffentlich für ein solches Gedankengut (egal gegen wen es gerichtet ist!) kein Forum.

          • Denkarium

            Ein kleiner Ausflug in die Geschichte:
            1. Die Ausübung der Heilkunde ohne Approbation oder Bestallung (also durch “Heilpraktiker”) wurde bis 1871 (Gründung des Kaiserreichs) durch die Gewerbeordnungen der deutschen Länder geregelt.
            2. Im Jahr 1887 waren im Kaiserreich über 1700 Heilpraktiker registriert. Wie kann man dann behaupten die Heilpraktiker seien eine Schöpfung des NS-Regimes?
            3. Bis zur “Machtergreifung” galt eine “Kurierfreiheit” (jeder durfte behandeln – im Rahmen gewisser Vorgaben – und jeder Arzt durfte behandeln wo und wie und wen er wollte). Ein Verbot der Nichtärzte hätte im Kaiserreich zu einem Kurierzwang geführt, der wiederum war von den Ärzten unerwünscht. Dies hätte nämlich zur Folge gehabt, dass der Arzt jeden Patienten behandeln MUSS (auch zahlungsunfähige). Das war dann auch nicht gewünscht. Ausserdem wäre die ärztliche Niederlassungsfreiheit eingeschränkt worden.
            4. Tatsächlich wollte das NS-Regime (wie bereits erwähnt) eine “Neue Deutsche Heilkunde” schaffen. Zu diesem Zweck wurde 1935 eine Reichsgemeinschaft “Neue Deutsche Heilkunde” gegründet. Diese bestand aus folgenden Organisationen (Dima: wo sind da die Heilpraktiker? Das sind alles Ärtzeverbände!):
            – Deutsche Gesellschaft für Bäder- und Klimaheilkunde
            – Deutsche Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie
            – Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte
            – Reichsverband der Naturärzte
            – Kneippärztebund
            – Reichsverband deutscher Privatkrankenanstalten
            – Vereinigung Antroposophischer Ärzte
            – Verband der Ärzte für physikalische und diätetische Behandlung
            In diesem Club war der “Heilpraktikerbund” (1933 geschaffene Zwangsorganisation, in der die freien Heilpraktikervereinigungen aufgingen) nicht vertreten.
            5. Die “Legalisierung” der Heilpraktiker durch die Nazis, aus Liebe und Verbundheit des Regimes zur Naturheilkunde, ist eine infame Lüge, die bösartiger kaum sein kann.
            Nachlesbar ist bei den damaligen NS-Blättern, dass das Gesetz dazu diene soll “Wiege und Grab zugleich” zu sein für den Heilpraktiker. Um den Beruf “auszumerzen” musste er erst im Gesetz genau definiert werden (damit auch ja nichts schief geht). Das Gesetz war dann so formuliert, dass es den Heilpraktiker zwar definierte und eine Prüfung zwingend vorschrieb, aber eben zugleich faktisch verbot (“die Ausbildung zum Heilpraktiker ist verboten”). Eine Prüfung kann nicht bestanden werden, wenn die Vorbereitung darauf verboten ist. Wer die Prüfung doch besteht, hatte sich vorbereitet, hatte also eine Straftat begangen und sich selbst geoutet. Infamer geht es kaum – doch: die Verdrehung historischer Fakten durch Demagogen ist noch infamer.
            5. Rudolf Höll, Schriftleiter der Fachzeitschrift “Der Heilpraktiker”, wurde von der Gestapo in München erschossen.

            Demagogie und Diffamierung haben in der Demokratie keinen Platz! Nochmal: Ihre Formulierung “Pampe” ist einfach nur widerlich!

  10. Denkarium

    “… dem Heilpraktiker den Nährboden entziehen …”
    “… neben den üblichen Verdächtigen …”
    “… Naturheilkunde und Hokuspokus nebeneinander im Lehrplan …”

    Vorurteilsfreie Argumentation klingt anders. Das klingt schon eher nach Bekämpfung von ansteckenden Krankheiten oder parasitären Lebensformen. Ist das eine politisch korrekte Wortwahl? Ist das der demokratische sprachliche Ductus bei den Piraten? (Ich hatte euch mal gewählt – hatte!)
    Bei dieser Wahl ist wirklich die Frage wen / was noch wählbar ist (Grün geht nicht mehr, Linke auch nicht, CDU-CSU-SPD – wo ist der Unterschied?, FDP – wer ist das?, Piraten – inzwischen auch nein danke, der Rest schließt sich fast durchgängig selbst aus, ÖDP vielleicht noch – oder lieber doch nicht?; daheim bleiben :) twittern )

  11. Heidi

    …ich wähle ja immer nach “Gefühl”. Es gibt auch Politiker, da hat man das Gefühl sie meinen es ehrlich. Kein Politiker ist ein Übermensch und kann alles wissen, auch müssen Politiker an alle Bürger denken und versuchen ein soziales Gleichgewicht zu halten – wäre echt kein Beruf für mich!
    Ich verstehe auch nicht, dass bisherige Regierungen erst eine soziale Ungerechtigkeit schafften und dann durch stetig neue Regelungen, Gesetze und Verbote noch mehr Chaos schufen.
    In meinem Hinterkopf schwirrt immer noch die soziale Marktordnung “Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis”.
    Warum werden nicht einfach sinnlose Verbote aufgehoben um den Bürgern die Entscheidung zu überlassen? Was nützt es, wenn man einen Arzt aufsuchen muss, der den Beruf nur ausübt weil man dabei gut verdient? Das würde sich durch Mundpropaganda bei den Patienten schnell herum sprechen. Aber man wird stattdessen von der Politik gezwungen einen Arzt aufzusuchen, der nur darauf bedacht ist seine Praxis pünktlich schließen zu können.
    Auch in die Elternrechte greifen dauernd neue Gesetze ein. Ich glaube viele Familien könnten auf “hohe” Kindergeldzahlungen verzichten, wenn die geleistete Arbeit der Eltern entsprechend vergütet würde. Aber sogar Mütter dürfen nicht mehr Vollzeitmütter sein, auch wenn sie es gerne wären, nur weil das Familieneinkommen unter dem “Satz” liegt. Subventioniert wird doch sehr häufig an falscher Stelle – da wo es nicht nötig wäre.
    Es bleibt ja keinem etwas anderes übrig, als das hinzunehmen was uns die Politik bietet – wobei manche sicher gerne und ungeniert zugreifen! …wie gesagt, ich bin kein Politiker und möchte auh nicht wissen was wir nicht wissen…

  12. Stefan Schubert

    Wie traurig, dass der Beurf des Heilpraktikers durch Unwissenheit immer wieder so negativ dargestellt wird. Dabei kann sich nicht jeder einfach Heilpraktiker nennen nur weil ihm danach ist. Den schaut man sich die hohe Durchfallquote während der Heilpraktiker Prüfung von über 80 % an, wird schnell klar, wie schwierig und Intensiv die Heilpraktiker Ausbildung wirklich ist.

  13. wigbold

    Es ist schon erstaunlich: PIRATEN sollen annehmen, dass evidenzbasierte Medizin eine empirisch nachgewiesene Wirksamkeit bietet, die objektiv der Wirklichkeit entspricht. Dabei wird jedoch übersehen, dass “Evidenz” wie “Empirie” mittels sinnlicher Erfahrung bzw. Beobachtung Erkenntnis liefert. In obenstehender Kritik wird eine objektive Wahrnehmung der Wirklichkeit vorausgesetzt, die sich implizit als notwendige Tatsache postuliert. Notwendige Tatsachen sind jedoch keine Erkenntnis, sonderen lediglich Prämissen. Bedenkt man z.B. den nicht sichtbaren Zustand von Schrödigers Katze erkennt man, dass eben diese “tot und lebendig” ist, bis der Betrachter in (subjektiver) Wechselwirkung ihren Zusand zu _einer_ Wirklichkeit kollabieren läßt. D.h: Jede Evidenz ist scheinbar, von der Wahrnehmung des Betrachters abhängig, der auch die empirische Beobachtung bestimmt. Und so sind es wohl eher die Gläubigen einer anmaßenden “objektiven Wahrnehmung”, um die man sich Sorgen machen muss. Ihr Hokuspokus beweist selbstverständlich ihre notwendigen Tatsachen. Und so verzichte ich gern auf die Wahlfreiheit zwischen so diktierten Optionen, – ich denke und erkenne lieber selbst! … – also hör bitte auf, “unsere Philosophie” zu fabulieren. Was Du meinst ist der Glauben an die für Deine Wahrheit wesentliche “notwendige Tatsache”. Und “ja”: Man kann Schwachsinn nicht einfach verbieten;)

  14. Tim Finnegan

    Heilsbringer alle verbieten!
    Ohne fachlich qualifizierte Ausbildung glauben sie besser zu wissen was für andere gut ist, glauben sie würden ihnen helfen (müssen), weil die anderen sich ihres Verstandes nicht selbst bedienen können. Sie bekommen für reines Gerede Geld ohne irgendeine Leistung erbringen zu müssen, unterliegen keinerlei objektiven Prüfkriterien.
    Leider kann man sie nicht ohneweiteres verbieten, wo sollen wir denn mit den ganzen Arbeitslosen dann hin? Was tun wir mit denen, die glaubten alle ihre Probleme hingen zusammen, ließen sich lösen wenn sie den Versprechen von anderen glaubten und sie selbst könnten erlöst werden, wenn sie einmal alle vier Jahre ihr Kreuz machen? Solange wir noch keinen Wissenschaftsrat haben, der weiß was unser aller Bestes ist und einfach mal hart durchregiert, solange brauchen wir sie noch, die Politiker.

    • moonopool

      Heilpraktiker brauchen eine erheblih fundiertere Ausbildung, um die Prüfung bestehen zu können, als Politiker. Leider können sie ihnen aber auch keinen 108e verordnen 😉

  15. Diaphanoskopie

    Wenn es stimmt, was ich im Kopf habe (ich weiß die Quelle nicht mehr :)) besuchen Deutsche 8x häufiger den Arzt als Schweden (oder Norweger…irgendwo “da oben”^^). Wenn man die Frage beantwortet, warum das so ist (natürlich vorher “ob” das so ist), gäbe das vielleicht einen Ansatz die Anzahl der Besuche zu reduzieren, ohne dass die Qualität schlechter würde. Dann hätten ÄrztInnen mehr Zeit und die oben angesprochene Versorgungslücke würde kleiner.

    Ein Ansatz, wenig qualifizierte Personenkreise von der nutzlosen Behandlung der Bevölkerung abzuhalten könnte das Einführen von Mindestanforderungen für Therapien sein. Das “Problem” daran ist, dass Ärzteverbände da etwas gegen haben dürften, weil es die Therapiefreiheit (sozusagen die Freiheit etwas zu tun, obwohl es keine Evidenz gibt… die “aber-trotzdem-Freiheit”) einschränken würde. Um diese Nuss zu knacken braucht man eine gute Datenbasis.

  16. Arne Babenhauserheide

    Wer ernsthaft Heilpraktiker verbieten will, hat keine Ahnung vom Placebo-Effekt. Es ist völlig egal, ob deren *Mittel* wirken, solange die *Behandlung* wirkt.

    Inzwischen gibt es genügend Studien, die die Macht des Placebo-Effekts zeigen. Und selbst wenn sich irgendwann erweisen sollte, dass kein einziges Alternatives Heilmittel irgendeine Wirkung hat¹, die nicht dem Placebo-Effekt entspringt, bliebe trotzdem das Ergebnis, dass diese Mittel und die Behandlungsmethoden von Heilpraktikern es ermöglichen, den Placebo-Effekt zu nutzen — was normale Ärzte oft nicht schaffen.

    ¹: Ich vermute eher, dass wir immer weitere Wirkmechanismen finden werden, die von heutiger Evidenzbasierter Medizin noch nicht erkannt werden, aber das ist für die Fragestellung des Verbots einer Behandlungsmethode egal: Wenn die Behandlung heilt (und dabei nicht an anderer Stelle schadet), ist das verwendete Mittel egal.

    • Arne Babenhauserheide

      PS: Wenn die Behandlung heilt und weniger kostet als eine konventionelle Behandlung sollte sie mMn der konventionellen Behandlung vorgezogen werden. Das wäre auch im Interesse ker Krankenkassen.

    • antipattern

      Der Placebo-Effekt wird als Teil evidenz-basierter Forschung untersucht. Die Effektgrößen, die dort gefunden werden, sind bei weitem geringer als bei vielen evidenz-basierten Behandlungsmethoden. Sie sind besonders stark, bei subjektiven Beschwerden, wie zum Beispiel Schmerzempfinden, wenn es aber um Dinge wie das verbessern von Überlebenschancen geht, ist ihre Effektivität sehr umstritten. Das heißt nicht, dass Schmerz vernachlässigenswert ist, im Gegenteil. Dies aber als “Heilung” zu verkaufen, schürt falsche Hoffnungen, und ist ethisch problematisch.

      Was die Wirksamkeit von Placebobehandlungen, Homöopathie, TCM, Chiropraktik, etc betrifft, zeigt die Forschung, dass es relativ wenig (read: nichts) mit den vorgeschlagenen Wirkunsmechanismen zu tun hat. Pillen funktionieren auch ohne die homöopathische Präparierung, andere Dinge, wie zum Beispiel Farbe, Form und Geschmack haben größeren Einfluss auf die Wirksamkeit. Bei Akkupunktur ist es nicht relevant, ob die Nadeln an den Energiepunkten stecken, oder nicht. Chiropraktik hat auch nicht gezeigt, dass sie wirksamer als eine Massage ist, ist aber im Gegensatz dazu durchaus gefährlich, da es zu Schädigungen der Wirbelsäule kommen kann, bis hin zur Querschnittslähmung.

      Wenn also Komplementärmedizin aufgrund der Placebowirkung funktioniert, dann sollte die Frage nicht lauten: Komplementärmedizin oder Evidenz-Basierte Medizin, sondern dann sollte das Wissen aus der Placeboforschung allen Verbrauchern zugute kommen, und in die Evidenz-Basierte Medizin integriert werden. Aber dies geschieht schon.

      Und um einen Einwand vorwegzunehmen: Auch viele Pharmakologische Präparate zeigen keine Wirkung außerhalb des Placeboeffektes, manche noch nicht mal das. Das heißt aber nicht, dass der Ausweg weniger Evidenz ist, im Gegenteil: Nur durch die Offenlegung aller Forschungsprotokolle, so dass eine systematische Auswertung möglich ist, können wir nicht funktionierende oder schädliche Medikamente vom Markt kicken. Aber da hat die Pharmaindustrie einen überraschenden Verbündeten – die Komplementärmedizin, die jeden Ansatz von systematischer Überprüfung gerne vermeiden möchte. Dies geschieht zum Leidtragen aller Patienten, aber sowohl Pharma- als Komplementärmediziner können ihre Produkte weiter ohne große Mühe verkaufen.

  17. rob

    Wer jemanden schon abstempelt und sich aufregt, weil dieser auch nur wagt ueber etwas nachzudenken und zu diskutieren, was einem nicht gefaellt, und wer sich nicht mal anschaut, welche argumente ausgetauscht werden und vor allem was das ergebnis der diskussion ist, der ist leider ein idiot und dem hilft wahrscheinlich weder ein herkoemmlicher arzt noch ein heilpraktiker dabei, ein kompetenter waehler zu werden. Schade.

  18. Mira

    Ich nehme an, eure Pläne sehen vor, alle Heilpraktiker nach Machtübernahme mit einem speziellen Merkmal an ihrer Kleidung auszustatten und in eigene Stadtviertel umzusiedeln? Was haben die Alternativmediziner dir den getan? Den Freund ausgespannt? Die Arbeitsplätze geklaut? Wenigstens habt ihr euch mal ein ganz neues Feindbild ausgesucht … Respekt

    • Frank

      Man könnte auch darüber nachdenken, Gynäkologen die Teilnahme an Diskussionen zu prinzipiell allgemeinmedizinischen Themen zu untersagen 😉
      Im Ernst: ich habe mehrmals als Heilpraktiker Patientinnen behandelt, die zu mir mit vollkommen falschen Diagnosen ihrer behandelnden Gynäkologinnen gekommen sind. Seltsamerweise hat der “laienmedizinische” Heilpraktiker in diesen Fällen die korrekten Verdachtsdiagnosen gestellt. Einige der Patientinnen habe ich selbst erfolgreich behandelt, wo dies möglich war. Andere habe ich an andere Fachärzte weitervermittelt, wo ihnen schlussendlich adäquat geholfen werden konnte. Eine Blinddarmreizung ist nun mal keine Blasenentzündung – als Beispiel. Obwohl man erwarten können sollte, dass jeder Arzt adäquate DD solcher Art auf dem Schirm hat zeigt sich in diesem und vielen anderen Fällen immer wieder, dass Fachgebietsgrenzen oft größere Probleme machen, als man sich als “Laienmediziner” träumen lassen möchte.
      Ganz zu schweigen von den zahlreichen Fällen, wo wissenschaftsmedizinische Ansätze schlichtweg keinen Erfolg haben. Als Beispiel sei die ausgesprochene Häufigkeit chronischer Blasenentzündungen genannt, gegen die Sie als Gynäkologe sogut wie keine adäquaten Behandlungsmöglichkeiten haben.

      Und Sie wollen Heilpraktikern verbieten, bestimmte Patientengruppen zu behandeln, auf das diese schlussendlich nur noch den begrenzten Möglichkeiten Ihrer “ärztlichen Kunst” ausgesetzt sind? Na herzlichen Glückwunsch. Was machen SIE denn dann mit den schwangeren Patientinnen, die mit diversen Beschwerden allgemeinmedizinischer Art zu ihnen kommen und tunlichst möglichst zurückhaltend mit Medikamenten versorgt werden sollten? Eben: (hoffentlich) nichts bis nicht viel. Zum Glück gibt es Heilpraktiker in Deutschland, sowie einige wenige Ärzte, die naturheilkundlich/alternativmedizinisch hervorragend versiert sind und an sich die einzig wirkliche Hilfsmöglichkeit für diese Art Patienten darstellt.

      Ihre Petition ist zu Recht abgelehnt worden. Und seien sie mal lieber froh, dass die Begründung nicht richtig ausgeholt und argumentiert hat, sich stattdessen mit wenigen allgemeinen Hinweisen begnügt hat: das wäre peinlich für Sie geworden, sicher nicht für die Heilpraktiker.

      Viele Grüße
      Frank Röpti

  19. Jörg Rinne

    Schade, dachte man könnte die Piraten wählen. Nach der Aktion nicht mehr. Es gibt über 30000 HPs in Deutschland. Mit den Aussagen sind das 30000 Stimmen weniger. Von unseren Patienten mal ganz abgesehen. Die Schulmedizin schafft massenhaft chronisch Kranke die irgendwann bei uns landen, wir sind die Hoffnung für diese Patienten, da wir kausal arbeiten und nicht nur symptomatisch… Ich hatte über 14000 Patienten überwiegend chronisch Kranke. Colitis Ulcerosa, Rheuma, Fibromyalgie, etc. Schulmedizinisch austherapiert, jetzt beschwerdefrei. Nach Darmaufbau, Vitalstofftherapie, Normalisierung des Immunsystems, etc. und das hat sicher nichts mit Aberglaube zu tun. Die Pharma will Präparate verkaufen und keine Krankheiten heilen…. dachte das hätte sich inzwischen rumgesprochen… Nach der Aktion werden unsere Heilpraktikerverbände und Arbeitskreise mit Sicherheit von den Piraten abraten. Schade drum…. Ansicht war ich recht begeistert, aber damit habt Ihr Euch ein Eigentor geschossen.

    • Maria Schreiber

      ja schade, wir werden auch rausgehen aus der Piratenpartei. Auch nicht mehr wählbar für uns. Wir hatten uns kreative, neue Ansätze versprochen………….das wars dann wohl.

    • Lex

      Danke Jörg Rinne! Ich schließe mich komplett deiner Aussage an! Ich freue mich an jedem meiner Patienten, für die ich die letzte Möglichkeit zur Heilung war, lächelnd gingen, da die Therapie erfolgreich war. Wer heilt hat Recht.

  20. Matthias Schaper

    Als praktizierender Heilpraktiker halte ich die “Piraten” nun für absolut unwählbar und nicht vertretbar. Auch zeugt solch ein Statement von einem gesundheitspolitischem IQ, vergleichbar mit 1,30 Meter Bordsteinkante.

      • Lex

        Danke Julitschka! Da du das mit den 1,30m nicht kapiert hast, wird der IQ-Verdacht bestätigt… 😀 hahahha wie spaßig 😀

  21. Geschockt

    As ich angefangen haben den Artikel zu lesen war ich schon reichlich geschockt und wusste wo mein Kreuzchen nicht hin kommt. Aber wenn ich die Antworten hier lese wird mir Angst und Bang. Wir schreiben hier nicht über Schwerverbrecher oder Mörder und Vergewaltiger sondern über Menschen die meist aus tiefer liebe zu den Menschen diesen Beruf erlernen und dafür lange zeit lernen müssen! Die sich für den Patienten viel zeit nehmen und ihn und seine Sorgen ernst nehmen und!!!! Ihm helfen gute Entscheidungen für sich selber und seinen Körper zu treffen ( und ja ich kenne einige Heilpraktiker und zwar sehr gute) und genau da hackt es! Das will die Politik nicht! Denkende und gesunde Menschen denn würden die Wähler das tun könnte man so einen Mist der seit Jahren bei uns in Deutschland passiert nicht mehr treiben. Dann würde das Volk das nicht mehr mit sich machen lassen.
    Wir haben die Wahl Pest oder Cholera danke das Sie uns das mit Ihrem Artikel nochmal klar gemacht haben .

  22. Evi Steiner-Böhm

    im Großen und Ganzen kann ich deinem Artikel zustimmen. Solange wir nicht mehr wissen, bleibt nur der Weg alle Ansatzmöglichkeiten zuzulassen. Nur eine Anmerkung: es ist sicher kein kuscheliger Weg selber die Verantwortung für seinen Körper und seine Gesundheit zu übernehmen. Genau daran krankt unser gesamtes Gesundheitssystem und das gilt sowohl für Ärzte als auch für Heilpraktiker. Solange Patienten nicht verstehen, dass sie selber durch bestimmte Verhaltensweisen ihre Krankheit mitverursachen und die Verantwortung für ihre Gesundung abgeben, solange funktionieren sowohl Schulmedizin oder Homöopathie – oder auch nicht. Und solange funktionieren die gegenseitigen Verunglimpfungen und Schuldzuweisungen. Patienten, die die volle Verantwortung für sich und ihr Leben übernehmen, auch dafür, dass sie sich bewußt selber schaden oder geschadet haben, werden auswählen können, wann sie die Hilfe der Schulmedizin in Anspruch nehmen, und wann die der Homöopathie. Es ist völlig unsinning jemandem, der in der Vergangenheit durch ungesundes Leben Diabetes entwickelt hat, vorzugauckeln er könne durch Homöopathie geheilt werden. Es ist ebenso absurd Menschen, die mit genetischen Defekten auf die Welt kommen schulmedizinische Hilfe zu verwehren. Aber genauso unsinnig ist es, jemandem der Diabetes entwickelt hat, Medikamente zu geben und ihm nicht gleichzeitig die volle Verantwortung für seine Ernährung zu übertragen, ihn notfalls auch die Konsequenzen erleben zu lassen. Der Patient hat die Verantwortung – Ärzte und Homöopathen können nur raten.
    Das Bestreben der Politik sollte deshalb sein, Menschen die Verantwortung zu überlassen, sie selber entscheiden zu lassen. Die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, dass möglichst vielen Menschen die notwendigen Informationen dafür haben ist völlig richtig. Insofern stimme ich der Politik der Pirtaten hier vollumfänglich zu.

  23. Daniela

    Schade, ich hatte fest vor die Piraten zu wählen. Ich dachte hier steht das Recht auf Selbstbestimmung weit oben im Parteiprogramm. Jetzt lese ich, man hätte am liebsten ein Berufsverbot?
    Man mag von alternativer Medizin halten was man will. Aber ich möchte gerne noch SELBST ENTSCHEIDEN dürfen, ob ich diese Leistung in Anspruch nehme. Das muss ich mir von keiner Partei vorschreiben lassen!

    • Julitschka

      Wir schreiben es niemandem vor. Jeder soll die Leistung in Anspruch nehmen, die er will, nur müssen das nicht alle bezahlen, sondern nur die die es nutzen wollen. :-)

      • Anja Kempf

        Aber die Ärzte und ihre manchmal unglaubliche Ignoranz dem Patienten als Mensch gegenüber sollen wir alle mittragen. Ob wir das nun wollen oder nicht?!

      • arago

        Hee? In der Regel zahlen die Patienten HP-Leistungen doch wohl aus eigener Tasche. Was sollte diese blöde Aussage?
        Anstatt sich mit evidenzbasierter Medizin zu befassen, hätte sich die Verfasserin lieber mit evidenzbasierter Poltikwissenschaft befassen sollen. Dann hätte man solche vollkommen nutzlose und unnötige Polarisation schlicht vermieden.
        Ich habe nichts gegen persönliche Meinungen, bevor man aber etwas in ein Parteiprogramm schreibt, sollte man schon wissen, was man damit bezweckt und wen man damit abstösst. Wem nutzt denn dies Dawkins’sche Steinzeitdenken? Wenn sich die Wählerschaft nur aus eifrigen GWUP’lern rekrutieren soll, dann bitte. Hoffentlich reicht es bei den P. dann noch für ihre Wahlkampfkostenerstattung.

  24. A.Margraf

    Wer ein derart plumpes schwarz-weiß Denken propagiert, von “verbieten” faselt, der darf sich nicht wundern, wenn er in der Gunst der Wähler hinter den “Bibel treuen Christen” landet.
    Danke für die Offenheit!

  25. Andreas

    Eine weitere Partei, die offensichtlich Alles daran legt sich selbst ins Aus zu schiessen. Nicht schade drum.

  26. Wolfgang Kurt

    Hallo Julia,
    nachdem ich eben das Wahlplakat aus meinem Wartezimmer entfernt habe werde ich nun meinen Mitgliedsausweis zurückschicken. Ich bin damals als ehemaliges Mitglied (flatuscerebri) aus der Bundes AG Gesundheit ausgetreten weil ich das herabsetzen und polemisieren meines Berufes nicht länger ertragen wollte. Und jetzt denkst Du öffentlich über Berufsverbote nach….sehr piratig!
    Ich habe nichts gegen EBM aber diese Richtung ist wie Du selbst schreibst noch jung und nicht der Stein der Weisen!
    Du beleidigst öffentlich nicht nur mich sondern auch meine “gläubigen” Patienten… Ich arbeite 50h = 50 Patienten die Woche, bin seit Jahren 6 Wochen im voraus komplett ausgebucht…Im Monat behandele ich durchschnittlich u.a. 5-7 klinisch tätige und niedergelassene Ärzte, 3 Apotheker, 3 Physiotherapeuten, 5 Krankenschwestern.. alles Gläubige!
    In meinen Augen bist Du als Pressesprecherin eine komplette Fehlbesetzung, da Du private Meinung nicht von der Politik trennst!

  27. Markus

    Ich bin Ingenieur für Elektrotechnik (einen evizenzbasierteren Beruf kenne ich kaum) und seit 2 Jahren zudem Heilpraktiker. Für die Prüfungen habe ich mindestens den Aufwand betrieben, der früher für das Studium nötig war. Dennoch würde ich mir, wie auch alle meiner Kollegen, wünschen, dass es eine geregelte Ausbildung gibt, wie auch in anderen medizinischen Berufen üblich. Ein breites medizinisches Fachwissen von Anatomie über Physiologie bis zur Pathologie (einschließlich aller Infektionskrankheiten, die wir gar nicht behandeln dürfen) war aber auch bisher erforderlich, um die schriftliche und mündliche Prüfung zu bestehen. Insgesamt fallen nämlich ca. 90% durch. Zu behaupten, dass Heilpraktiker Ahnungslose sind, die nichts gelernt haben und nur wirkungslosen Unsinn machen, kommt einer Verleumdung gleich.

    Kurz noch zu der Teebaumnachtkerzenringelblumensalbentherapie (soll wohl lustig klingen): die Wirkungen von Ringelblumensalbe sind auch der Schulmedizin und jedem Apotheker bekannt – und zum Nachtkerzenöl wird es Sie wohl erstaunen, dass ich eine wissenschaftliche Erklärung (in Kurzform) liefern kann: Es ist ein Gendefekt auf Chromosom 11 bekannt geworden, der zu einer Fettstoffwechselstörung führt, die ursächlich dafür ist, dass die Betroffenen weniger Gamma-Linolensäure synthetisieren können, was sich über Zytokine auf die Immunantwort auswirkt und somit für die Atopie (Allergieneigung) verantwortlich ist. Substituiert man bei diesen Menschen dauerhaft Gamma-Linolensäure (damit ist Einnehmen gemeint), so bessert sich die Atopie deutlich. Ja, und solche Dinge machen einige Heilpraktiker – wie auch einige Ärzte. Jeder tut eben, was er kann. Manchmal tun Menschen leider auch Dinge, die sie nicht können – aber in jedem Beruf. Dagegen ist kein Kraut gewachsen, man kann nur den Einzelnen bestrafen. So funktioniert unser Rechtsstaat übrigens! Sie wollen lieber Sippenhaft? Und ich dachte, die sei 1945 beendet worden. Wehret den Anfängen, kann ich da nur sagen! Und das geht mit dem Stimmzettel los. Für die Bundespolitik haben Sie sich jetzt schon oft genug disqualifiziert. Bleibt nur zu hoffen, dass die 5% unerreichbar bleiben.

  28. julisa

    Na prima und wer muss dann z.B. für die vielen Diabetiker zahlen, die sich ihre Krankheit über Jahre gezüchtet haben und nicht bereit sind, einfach keine Lust haben (an irgendwas muss man ja sterben) auf den Kuchen zu verzichten, sich passend zu ernähren, ihre Lebensweise zu ändern? Die sich lieber amputieren lassen als zu verzichten. Wer zahlt diese Folgekosten? Und das sind weitaus größere Summen für nur eine der vielen Erkrankungen, die man sich über Jahre selber züchtet, alleine schon durch Übergewicht. Das kann die Gemeinschaft auf Dauer nicht tragen.

  29. Wolfgang Meier

    Mal von dem Thema “Berufsverbot für Heilpraktiker” abgesehen. Macht sich denn wirklich irgend jemand ernsthafte Gedanken eine Partei wie die Piraten zu wählen? Haben nicht schon genug schlechte Parteien. Liebe Piraten, Politik zu machen ist ein bisschen mehr als zum Zeitvertreib ein wenig Kasperltheater zu spielen.
    Also mal Spaß bei Seite. Jeder der auch nur einen Funken Verantwortungsgefühl für die Zukunft unseres Landes und damit unserer Kinder in sich trägt, kann noch nicht mal mit dem Gedanken spielen, diese Partei zu wählen.

  30. Frank

    Sehr geehrte “Julitschka”,

    ist Ihnen eigentlich klar, dass Sie gar nicht die Kompetenz haben, derart einseitig über Sinn und Unsinn verschiedener Heilverfahren zu “berichten”, ganz gleich ob “universitätsmedizinisch”, EbM oder der empirischen Naturheilkunde angehörend? Das folgende Schreiben wird Ihnen das im Zweifel versuchen näher zu bringen – und ich habe dazu sehr starke Zweifel anzumelden! Ihre Versuche des Lächerlichmachens (“…fragen ihren Arzt, dieser zuckt vielleicht mit den Schultern, weil er von der neuen Teebaumnachtkerzenringelblumensalbentherapie noch nichts gehört hat…”) sind aus Kreisen der Ultraskeptiker nur zu bekannt.

    Um Ihnen zu erläutern, was hier (also in ihrem Kopf in diesem Fall) eigentlich vorgeht: man könnte im großen und Ganzen drei Gruppen von Personen definieren, die derzeit an den (u.a.) Pro und Contra Diskussionen zur Naturheilkunde teilnehmen:

    1. Gläubige
    Das sind Menschen, die ohnehin alles glauben, was einigermaßen in den Wahrnehmungsbereich passt. Sie sind sich einigermaßen ob der Wirkung eines x-beliebigen Naturheilverfahrens (oder auch solchen der wissenschaftlichen Medizin) sicher und brauchen daher ihre Kenntnisse keinerlei genauerer Prüfung zu unterziehen.

    2. Skeptiker
    Glauben nichts einfach so aber lehnen auch ungeprüftes nicht pauschal ab. Sie PRÜFEN, bevor sie etwas für wahr oder unwahr – in Ihrem Jargon “Hokus Pokus” – befinden.

    3. Ultraskeptiker
    Brauchen nichts prüfen, da ihr in der Regel über unsichere Quellen (aus zweiter Hand) vermitteltes Wissen ihnen vorgaukelt, die Warheit ohnehin bereits zu kennen. Genauer bezeichnet: sie lehnen die genaue Prüfung ihnen an sich unbekannter Inhalte schlichtweg ab auf der Grundlage eines “ich weiss sowieso, dass das nicht geprüft zu werden braucht”-Denkens.

    Diese orientierende Zuordnung entlehne ich übrigens nicht aus “alternativen Lagern” oder Heilpraktikerkreisen. Sie stammt aus wissenschaftlichen Kreisen, womit keine Mediziner genannt sind, sondern echte Wissenschaftler, sprich Physiker, Mathematiker. (Siehe dazu Mufon-Ces und insbesondere Herrn Dipl.-Phys von Ludwiger.)

    Ich selbst ordne mich übrigens – als praktizierender Heilpraktiker – im Bereich der Skeptiker ein.
    Und ich unterstelle Ihnen auf Grund getätigter Standardaussagen + versuchter Verhängung des bekannten “Kichereffektes” – siehe Zitat oben, ein für diese Personengruppe typisches Verhalten – eine starke Affinität zum Bereich der Ultraskeptiker.

    Haben Sie persönlich jemals ernsthafte Prüfungen, beispielsweise der echten, rationalen Homöopathie vorgenommen? NEIN, “negative Erfahrungen im Kleinkindalter” zählen nicht zu einer ernsthaften persönlichen Prüfung. Derartiges ist nicht mal geeignet, eine ernsthafte Grundlage für persönliche Meinung zu bilden.
    Wie bitte? Es soll ernstzunehmende Studien und “Metastudien” geben, die “bereits ausreichend” maximal eine Negativwirkung der Homöopathie attestieren? (Wie Sie kürzlich in einem Interview andernorts zum Besten gegeben haben.) Ist ihnen klar, dass all die Studien, von denen sie da sprachen – als Beispiel sei die “Lancet-Metastudie” genannt – allesamt die notwendigen Regeln der Homöopathie missachtet haben?
    Das scheint Ihnen ganz offensichtlich NICHT klar zu sein.

    Zu Ihrer Information: ernsthafte Untersuchungen selbst zu einem Verfahren wie der Homöopathie sind möglich und bereits im wissenschaftlichen Rahmen durchgeführt worden. Allerdings funktioniert es nicht – es KANN NICHT funktionieren! – wenn das homöopathische Regelwerk missachtet und stattdessen die Verordnung ihrer heiß geliebten EbM angesetzt werden. Für die Homöopathie gilt primär die Vorschrift der EMPIRIE zur Wahrnehmung der Wirksamkeit oder Nichtwirksamkeit. Und derzeit können nur Studien, die dieser Vorgehensweise auch Beachtung schenken, als glaubhaft herangezogen werden. Die im Übrigen allesamt zu positiven Beurteilungen gekommen sind, wie Ihnen ein wenig Recherche zweifellos beweisen kann. Aber ach: da steht Ihnen ja Ihre ultraskeptische Grundhaltung im Wege.

    Ebenfalls in besagtem Interview behaupteten Sie sinngemäß, dass sich “bis auf wenige Ausnahmen, seltene Krankheiten z.B., grundlegend alles an der EbM messen lassen müssen”. Dies auf Grund ihrer “Allgemeingültigkeit”.
    Das ist logisch-inhaltlich nicht korrekt: EbM kann per Definition nur für eben solche Medizin zuständig sein – und das ist ausschließlich wissenschaftlich fundierte Medizin. Und selbst da versagt sie dann doch, z.B. in der Erfassung der von Ihnen benannten “seltenen Ausnahmen” – seltsam, dies trotz angeblicher “Allgemeingültigkeit”?
    DAS ist wiederum typisch Ultraskepsis: Aussagen werden einfach so zurecht gebogen, dass sie die eigene Meinung stützen – statt eine ernsthafte Prüfung nach bestem Wissen und Gewissen zu zu lassen.

    Zur Wiederholung: Homöopathie IST prüfbar – und zwar mit den Mitteln der anerkannten Empirie. Sie ist nicht prüfbar mit den Mitteln der EbM – da deren Ansatz streng auf die schulmedizinisch-wissenschaftsbasierte Medizinmethode begrenzt ist. Hömöopathie, Akupunktur/Tcm und ähnlicher “Hokus Pokus” ist damit im Bereich der von Ihnen selbst zugegebenen Ausnahmen einzuordnen – ihre erfolgreichen oder erfolglosen Versuche des Lächerlichmachens ändern an dieser Tatsache nichts.

    Zuletzt zurück zu diesem ausgesprochen fragwürdigen Blog-Beitrag, den Sie hier publizieren: an sich widerstrebt es mir, derartige Hetze gegenüber Angehörigen einer ganzen Berufsgruppe auch nur ein Quantum Aufmerksamkeit zu schenken – aber in Ihrem Fall will ich auf Grund der politischen Aussagekraft gern eine Ausnahme machen: das Heilpraktikergesetz stammt in seiner ursprünglichen Fassung aus dem dritten Reich. Nach 1945 wurde es nur wenig geändert. Vor allem das Verbot der Prüfungen zum Heilpraktiker wurde ausgesetzt, da es natürlich nicht mit dem Recht auf freie Berufswahl kompatibel war.

    Wissen Sie, was der ursprüngliche Zweck des Heilpraktikergesetzes war? -> Schlussendlich den “Alterntivheilern und Quacksalbern” den Nährboden zu entziehen (in anderen Worten die Existenz- und Lebensgrundlage).
    Ich finde das ausgesprochen bedenklich, dass Ihre Meinung und offensichtlich die der Piraten einerseits einem solchen Denken zugetan sind und anderseits sie sich sogar trauen, in ähnlicher berufsrassistischer Weise öffentlich darüber zu referieren, wie es einst das Naziregime pflegte.
    Aber wie bereits weiter oben geschrieben wurde: vielen Dank für Ihre Offenheit. Es geht doch nichts über Transparenz – vor allem, wenn man dadurch vermeiden kann, seine Stimme einer politischen Grupierung zu geben, die dermaßen rigide, kurzsichtige und bar jedem echtem wissenschaftlichem Verständnis befindliche Ansichten pflegt.

    Übrigens bin ich NICHT an Diskussionen mit Ultraskeptikern interessiert. Wohl aber am sachlichen Gespräch mit skeptischen Menschen.
    Zu Ihrer Information werde ich Ihren Blogbeitrag samt meinem persönlichen Statement dazu verlinken und über meine persönlichen Informationsnetze öffentlich bekannt machen.

    Sachliche Grüße
    Frank Röpti
    Heilpraktiker

    • Thomas

      Könnten Sie mir bitte kurz erklären warum randomisierte, plazebokontrollierte Doppelblindstudien keinen Wirkungsnachweis bei homöopathischen Mitteln erbringen können, bzw. warum sie meinen diese Art von Studien sei nicht geeignet für Homöopathie? Das konnte mir bisher noch niemand schlüssig erklären.

      • arago

        Ist doch ganz einfach: Weil es nicht allein der Stoff ist, sondern auch die damit verbundene Information. Und die kommt nun einmal auf verschiedenen Kanälen zu uns. Das wird doch täglich an den verblüffenden Wirkungen von Placebo bewiesen. Wieviel leidbringende Medikamente könnte wohl durch diese harmlose Art eingespart werden? Ist natürlich der Industrie ein absoluter Dorn im Auge.

        Ihre Test-Versuche sind so ähnlich klug wie diejenigen, die versuchen durch Wiegen von CD’s herauszufinden, ob sich Rockmusik oder Klassikmusik darauf befindet. Da alle gleich schwer sind, wird nun behauptet, dass kein Unterschied existiert.

        • Thomas

          Ich verstehe das leider immer noch nicht ganz. Wenn die Informationen nicht mit dem Stoff aufgenommen werden, wie dann? Und wieso brauch ich dann den Stoff überhaupt?

          Der Vergleich den sie genannt haben ist irgendwie nicht zutreffend. Denn die Medikamente werden ja nicht gewogen sondern konsumiert und dann wird eine Reaktion darauf beobachtet. Das können sie mit Musik auch machen. Konsumieren (=Hören) sie sich die Musik an, dann können sie vermutlich auch feststellen ob Rock oder Klassik.

      • Fairy

        Um es nochmal deutlich auseinander zu friemeln:
        Homöopathie funktioniert praktisch wie “ein Buch lesen” wenn du jetzt ein spezielles Problem hast, wie z.B “deine Waschmaschine läuft nicht” nützt es wenig ein Buch über Holzbearbeitung zu lesen, dadrin findest du die nötige Information nicht. Also ist es vllt klug beim Buchhänler nach dem richtigen Buch zu fragen (der entspricht dem Homöopathen), wenn der genau rausfinden kann was dein Problem ist bekommst du das richtige Buch.
        Homöopathie mit den mitteln der EbM zu untersuchen, ginge vom Prinzip her schon, nämlich wenn gefakte Patienten dem Homöopathen Symptome und verhaltenweisen vorgaukeln die sie nicht haben, oder echte Patienten nicht das richtige Mittel sondern ein Placebo bekommen. Das ist aber alles viel zu aufwändig da es nicht um Ursache und Wirkung im Sinne der Aussagenlogik gehen kann dazu ist der abgefragte Symptomenkomplex viel zu gross, sondern es muss wie bei allen dingen die auf multikausale unüberblickbare oder chaotische Ursachen zurück gehen eine andere Form der wissenschaftlichen Untersuchung anstatt der deduktiven gewählt werden diese ist die Empirie..die ist keinesweg unwissenschaftlicher, sie wird auch z.B in der Physik zur vorhersage von Quantenphänomenen und z.B f¨r Vulkanausbrüche etc verwendet. eben f¨r alles was sich nicht auf eine einzige Ursache zurückfuhren lässt sondern wo viele Ursachen zusammenspielen

      • Frank

        Hallo Thomas,

        randomisierte Studien können sehr wohl Wirkungsnachweis bringen. Große Studien müssen einfach zunächst nur mal in akzebtablem Rahmen randomisiert werden, also überhaupt im anerkannten Design festgelegt werden. Tatsächlich hat es deratige Ansätze schon mehrmals gegeben. Dazu zwei Links, schnell mal eben herbei gegoogelt, es ist also im Internetzeitalter nicht schwer, dazu zu recherchieren.
        Der Erste zeigt (weiter unten) ein Beispiel einer kleineren Umsetzung in der Pädiatrie:
        http://www.carstens-stiftung.de/wissen/hom/pdf/klin_haun_jahrbuch_band8.pdf

        Der Zweite setzt sich kritisch mit der Lancet-Metastudie auseinander – und zwar sachlich genau – und führt nebenher reichlich Quellen an, mit denen weiter recherchiert werden kann:
        http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/die-wirksamkeit-der-homoopathie-ist-nachgewiesen

        Ich bitte um Verständnis, dass es mir aktuell an Zeit mangelt dazu an dieser Stelle selbst genaueres auszuführen – das Thema ist etwas zu komplex. Nur soviel:
        Prinzipiell ist ein solides Studendesign möglich, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Ich selbst habe bereits bei früheren Gelegenheiten entsprechender Diskussionen ein für mich vorstellbares Designkonzept entwickelt. Jedoch bin ich Heilpraktiker von Beruf – bisher habe ich nicht den Eindruck, dass man in entsprechenden Kreisen auch nur annähernd bereit wäre, Vorschläge dazu aus einer solchen Berufsgruppe auch nur annähernd in Erwägung zu ziehen.

        Doppelblind ist ein Problem – und das liegt in der Angangsweise der klassischen Homöopathie selbst. Nichts desto Trotz kann ein doppelblindes Design sehr wohl mit einigem Aufwand realisiert werden. Die Frage ist nur: wer wird das wohl machen in absehbarer Zukunft? So etwas kostet Geld und das scheint mir bei weitem nicht der einzige Hinderungsgrund zu sein, sonst wären solche Studiendesigns längst umgesetzt worden.

        Zu den grundsätzlichen Schwierigkeiten bei solchen Untersuchungen:
        In der klassischen Homöopathie können 10 Patienten mit jeweils dem selben primären Symptomenkomplex – möge der sich bei allen 10 Patienten auch noch so ähnlich darstellen – bereits im ersten Durchlauf nach 10 verschiedenen Mitteln verlangen.
        Man sieht auf den ersten Blick, dass eine Studie, die nach Symptomen versucht zu verschreiben, nicht funktionieren kann. In diesem Kontext werden für gleiche Symptome gleiche Mittel eingesetzt. Sprich 10 mal Kopfschmerzen wird mit 10 mal sagen wir Hypericum “standard-verschrieben”. Das funktioniert bei z.B. NSAR – aber eben nicht in der klassischen Homöopathie. Das wiederum ist durchs zu Grunde ligende Regelwerk begründet.
        Es handelt sich dabei meiner Ansicht nach um den Hauptgrund, warum keine Studie mit erklärter Negativauskunft (nicht wirksamer als Placebo) ernst genommen werden darf, zumindest aktuell: sie sind ausnahmslos ALLE nach genau diesem Standardmodell – gleiches Symptom -> gleiches Mittel – durchgeführt worden.
        Interessanterweise trifft das nicht – zumindest nicht in diesem rigiden Ausmaß – auf die wenigen Kleinstudien zu, die postwendend zu Positiv-Aussagen gekommen sind.

        Letztlich ist dieser Mangel an fachlich richtigen Studien nebenbei einer der wesentlichsten Gründe, warum die von “Julitschka” favourisierte EbM aktuell nicht für Homöopathie zulässig ist: die für EbM notwendige externe Evidenz ist derzeit gar nicht in ausreichendem Maß verfügbar. Das wird sie erst werden, wenn ausreichend große, angemessen randomisierte Studien zur Verfügung stehen. Ein weiter Weg, der wohl letztlich ohne die Heilpraktiker stattfinden wird – die erklärten Spezialisten der Naturheilverfahren in Deutschland will hier irgendwie keiner so richtig. Wobei dabei nicht verschwiegen werden darf, dass genau diese hier verschrieene Berufsgruppe sich den Verdienst ans Revers heften kann, dass Homöopathie nicht schon längst von der deutschen Bildfläche verschwunden ist. Das Überleben dieser und vieler anderer traditionell verwurzelter Naturheilverfahren ist hauptsächlich der Existenz unseres Berufszweiges zu verdanken.

        Beste, wenn auch immer noch etwas aufgebrachte Grüße
        Frank Röpti

        • Thomas

          Hallo Frank,

          Zuerst einmal Danke für deine ausführliche Antwort. Ich finde es schön, wenn sich Leute, die nicht unbedingt einer Meinung sind, austauschen können ohne untergriffig zu werden.

          Deinen ersten Link (Carsten Stiftung) habe ich nur überflogen, da mir hier die Zeit fehlt alles genau durchzulesen. Vom ersten Eindruck her könnte man aber bei dieser Studie das Wort Homöopathie auch durch Handauflegen oder Beten ersetzen. Man kann aufgrund der dortigen Vorgehensweise die Verbesserung nicht auf homöopathischen Mittel zurückführen. Alleine das zusätzliche Gespräch mit dem Homöopathen bzw. das Bewusstsein der Patienten und Eltern, dass hier über die normale Therapie hinaus etwas gemacht wird, hat sicher schon einen positiven Effekt. Es ist natürlich toll, dass es prinzipiell eine Verbesserung gegeben hat – man sollte es sich aber an der Stelle nicht zu gemütlich machen und genau nachforschen, was jetzt nun genau den Unterschied ausgemacht hat. Und das kann man bei diesem Design nicht eindeutig feststellen.

          Zum zweiten Link: Ich denke hier solltest du dich einmal festlegen, ob die bisher durchgeführten randomisierten, plazebokontrollierten Doppelblindstudien nun aussagekräftig sind, oder nicht. Wenn nicht erübrigt sich jede weitere Diskussion und dann verstehe ich auch die vielen Versuche der Kritik an der Shang/Egger Metastudie nicht. Unter anderem wird da auch in deinem Link behauptet „Abgesehen davon, dass die Auswahlkriterien für diese wenigen Studien nicht offen gelegt …“. Solche Behauptungen entsprechen nicht der Wahrheit. Diesbezüglich kann ich dir nun einen Link anbieten der sich mit der (und weiterer) Kritik an der Studie beschäftigt. Link
          Der Autor mag zwar sehr eindeutig ein Homöopathiegegner sein, die Argumente die er auflistet sind dennoch valide.

          Hier bekommt man einen sehr guten Überblick aller bisher durchgeführten Studien (randomisiert, palzebokontrolliert, doppelblind) zur H.:

          Ich denke wir werden uns hier gegenseitig nicht überzeugen können und ich finde, dass der Kommentarbereich hier auch ungeeignet für eine richtige Diskussion ist. Daher sollten wir es dabei belassen – es war trotzdem einmal sehr angenehm mit jemanden zu diskutieren, der nicht sofort persönlich und emotional wird.

          LG
          Thomas

          • Frank

            Danke für die Links, Thomas, die schau ich in Ruhe durch die nächsten Tage.
            Ne wir werden uns wahrscheinlich nicht so schnell einig *g* das ist aber auch nicht notwendig.
            Bei dem Teil von der Carsten Stiftung gebe ich Deinen Einwänden recht – zumal die a) offensichtlich sind und b) von denen eben so gesehen werden (und c) von mir auch 😉 war nur ein schnell rausgefischtes Beispiel, dass da was machbar ist und auch angetestet wird).

            Für mich sind Studien ohnehin sekundär, was seine Gründe noch mal ganz woanders (tief in der traditionellen Naturheilkunde vergraben nämlich) sitzen hat. Ich favourisiere da eindeutig klassische Empirie, die der Natur solcher Methoden sehr viel besser liegt. Allerdings achte ich den Wunsch und das Bestreben nach aussagekräftigen Studien und beschäftige mich von daher auch mit dem Thema.

            So nun aber gut, für Kontakt/Schwatz zu dem Thema gerne via Facebook oder so.

            Beste Grüße
            Frank

  31. lionheart

    was für ein undifferenzierter artikel. man erkennt doch gleich, dass sie zwar heilpraktiker abschaffen, und nur noch evidenzbasierte medizin in der versorgung wollen, wissen nur noch nicht wie.
    das ist besonders traurig, weil die evidenzbasierte medizin bei vielen, vor allem chronischen krankheiten, überhaupt keine heilungskonzepte hat. man muss sich doch nur mal ein bisschen mehr damit beschäftigen, um zu erkennen, dass die schulmedizin nicht das gelbe vom ei ist. außerdem tun sie so, als ob heilpraktische methoden wirkungslos wären, was sie auch mit studienbeweisen nicht sind.
    die pirtaten sind für mich unwählbar, und ich hoffe nur, dass sie nicht in den bundestag einziehen werden. leute, die andere bevormunden wollen, haben wir schon genug dort.

  32. Marc

    Schöner Artikel. Schade dass in den Kommentaren so viel gebrüllt wird. Wäre toll wenn nur Leute kommentieren, die den Artikel verstanden, oder zumindest gelesen haben.

  33. Björn

    Ich bin fassungslos! Hat man sich bei den Piraten auch richtig mit dem Thema befasst? Ich mache selber gerade eine Ausbildung zum Heilpraktiker und möchte nächsten Monat die Prüfung machen. (Diese ist im Übrigen unabhängig von der Ausbildung und wird vom Gesundheitsamt durchgeführt). Die Gesetze an die sich der HP halten muss sind streng und man riskiert ganz schnell seine Erlaubniss, wenn man anfängt schmu zu treiben.

  34. ich_weiss_dass_ich_eines_weiss

    Ich bin sehr dankbar für diesen Artikel, gibt er uns doch einiges zum Nachdenken auf. 3 Punkte sehe ich da auf Anhieb, viel mehr sind mir ganz sicher entgangen.

    1. Jenseits von allem für und wider heilpraktischer Arbeit, hat sich sich gezeigt, daß die innerparteilichen Kontrollmechanismen (diesmal? gerade noch mal so?) funktionieren und dem Ansinnen, für ein Verbot des Berufs des Heilpraktikers einzutreten, eine Abfuhr erteilt wurde. Ich hoffe, daß wird auch in Zukunft immer funktionieren, denn ein generelles Verbot auf dem Parteiprogramm zu haben, macht sich gar nicht gut für die Piraten.

    2. Es zeigt sich, daß die Piraten aufpassen müssen, sich nicht zu weit vom Kern ihres Anliegens zu entfernen. Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege, aber das sind doch wohl “Mitbestimmung” und “Schutz und Stärkung der Persönlichkeitsrechte”. Die Diskussion auf die sich der Artikel bezieht, hat sich davon schon ziemlich weit entfernt. Das Recht auf freie Wahl der Behandlungsmethode, sollte im Grunde unantastbar sein.

    3. Unsere Gesellschaft besteht aus Individuen. Jeder hat seine eigene Meinung zu allen möglichen Themen. Und ganz egal ob mir die Meinung gefällt oder nicht, die Meinung der Anderen ist zunächst mal hinzunehmen, denn keiner von uns hat Anspruch oder Zugriff auf universelle Wahrheit. Was heute wahr ist, kann morgen schon überholt sein. Julitschkas Ansichten repräsentieren eine Strömung, andere in dieser Diskussion bringen weitere Strömungen ins Spiel. Es darf aber nicht dazu kommen, daß wenige, bloß weil ihnen die politische Macht gegeben wurde, andere Ansichten unterdrücken. Ein Verbot der Heilpraktiker wäre eindeutig so ein Schritt.

    Ach und 4. Die Heilpraktiker sind nicht das Problem. (Was ist eigentlich das Problem? Kann das mal jemand definieren?) Die Heilpraktiker sind der Kitt für eine Lücke, die die Schulmedizin nicht zu schließen vermag. Vielleicht noch nicht? Vielleicht nie? Ich denke, da müßte sich mehr bewegen als wir uns vorstellen können, damit sie irgendwann mal dazu in der Lage ist.

  35. Fairy

    allein darüber nachzudenken ist ein guter Grund die Piraten NICHT zu wählen. Die Prüfungsordnung für Heilpraktiker also das was sie wissen MÜSSEN ist zumindest hier in SH recht streng, bereite selbst welche auf die Prüfung vor! Leider ist es vermehrt so das Leute diese Prüfung machen die das Scheisse finden was sie dafür lernen müssen es aber tun um hinterher eine Esogesülze Praxis zu führen. Aber es gibt nicht nur DIE sondern auch noch immer viele HPs auch jüngere die sich richtig gut auskennen und grosse Kentnisse in allen Bereichen der Naturheilkunde und vor allem auch der psychischen Betreuung von Patienten haben. Da ich selbst Medizin studiert habe kann ich euch versichern das das was da in der Schulmedizin als “Erkenntnisse” gehandelt werden sehr oft keineswegs unabhängig evidenzbasiert ist, sondern Dissertationen im allgemeinen im Auftrag von Pharmaunternehmen oder Medizingeräteherstellen geschrieben werden und der eigenen Wissenschaftlichkeit dadurch enge Grenzen gesetzt werden (in meiner eigenen, danach abgebrochenen Diss durfte ich nicht mal Studien von Neurobiologen verwenden!!!) Es werden Erkenntnisse von irgendwelchen Leuten zitiert und die Zitate zitiert und am Ende ist alle Evidenz daraus verschwunden und was bleibt sind steigende Verkaufszahlen. Wenn ihr wirklich was f¨r die Qualität der Medizin tun wollt dann setzt euch daf¨r ein das überall unabhängig geforscht werden darf, incl auf den Gebieten an die IHR nicht glaubt. Sonst wird die Medizin demnächst überhaupt nichts mehr mit dem ursprünglichen SINN von Wissenschaft zu tun haben (der nämlich ist Phänomenen auf den Grund zu gehen und nicht etwa zu behaupten es gäbe sie nicht weil man grad nicht dran glaubt. So manches komische Phänomen (z.B die Entdeckung das manche Atome Strahlen aussenden!!!) hat zu grössenen Revolutionen der Wissenschaft geführt. Ich behaupte mal das Ernstnehmen der Homöopathie uberhaupt das ganze Gebiet der informations-Medizin ist zu ähnlichem Lage.. ob IHR dran glaubt oder nicht!
    Und was noch wichtiger ist..nehmt die Patienten ERNST und lasst ihnen die volle freie Entscheidung wie sie sich behandeln lassen, ausgerechtnet die Piraten die soviel von freiheit labern, wollen Leute bevormunden als seinen sie kleine Kinder! Sehr grosszügig da sihr euch die Gedanken anderer Leute macht, aber sorry bisher können alle noch selbst denken..und ich f¨r meinen Teil werde auch weiter Schulmedizin und Naturheilkunde lehren notfalls illegal! Und danke für die Entscheidungshilfe meine Stimme geht nun doch an die grünen!

  36. Detlef

    Damit hast Du dir keinen Gefallen getan, die meisten Deutschen können zwar fließend Worte hintereinander lesen aber verstehen immer nur das was Sie wollen. Vielleicht braucht es erst genau andersherum einen Knall damit man deine Worte auch in der Mittelschicht versteht.

  37. Silke_S

    Ich bin schockiert!

    Wie können die Piraten zulassen, dass in ihre Namen so ein schlecht recherchierter Scheiß veröffentlicht wird?

    Für eine sachliche Auseinandersetzung fehlt leider jegliches Grundmaterial.

    Setzen, sechs!

    • Michael Nickel

      So ist es. Deswegen die Piraten nicht zu wählen geht ja auch nicht, aber bitte demnächst jemand kompetentes in den Gesundheitsausschuss… sonst kann ich ja auch gleich die FDP mit dem Rößler wählen. Der ist auch absolut inkompetenet im Bereich Medizin.

  38. Ping: Piraten-Partei und Heilpraktiker-Verbot / Pharmalobby
  39. Mathias

    Schade. Ich wollte eigentlich auch die Piraten wählen. Bedingungsloses Grundeinkommen, direktere Demokratie und verbesserte Rahmenbedingungen für die digitale Medienwelt waren für mich die ausschlaggebenden Themen. Es hat mich ehrlich gesagt schockiert zu sehen, dass Ihr scheinbar in der kleingeistigen Welt der Skeptiker gefangen seid und nicht über einen rein materialistischen Tellerrand hinausblicken könnt. Auf die fast schon faschistoiden Züge mancher Bemerkungen möchte ich erst gar nicht eingehen. Ohne Not hunderttausende potentielle Wähler (Therapeuten und Patienten) als quasi unterbelichtet darzustellen und zu verprellen ist vor einer Wahl an Dummheit wohl kaum zu überbieten.

    • med.usa

      Ich bin dafür, zunächst einmal Julitschka zu verbieten. So viel unreifen M… habe ich selten gelesen.
      Atheistin? Gerne, bin ich auch!
      Wissenschaftlerin? Hm. Wahrscheinlich völlig verschult und dem heute immer noch weit verbreiteten mechanistischen Ansatz – selbst in der Kategorie Biologie – verhangen. Damit, Julitschka, gehörst du – auch wenn sicher noch jung – zum alten Eisen, zu einer aussterbenden Spezies von ‘Wissenschaftlern’. Zum Glück! Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als man sehen kann und das ist keine Esoterik, sondern u.a. Biophysik.
      Die heute noch existierende Schulmedizin sucht das Heil in der Biochemie, womit sie bei den wirklich großen Fragen in der Medizin aber seit Jahrzehnten scheitert. Ein Lebewesen lässt sich nicht mit ein paar Pillen an und ausschalten wie eine Maschine. Und das bedienen HP in der Regel besser als Ärzte, weil sie über den Tellerrand schauen wollen und auch dürfen.

      • naturundwirtschaft

        Wenn man keine Argumente hat wird immer so oft der gute Shakespeare vergewaltigt.

        Und warum habe ich auch das Gefüh, dass sie mit ihrer Anspielung auf die Biophysik auch gleich noch die Quantenmechanik vergewaltigen wollen.

        Was hat Wissenschaft und EdB Medicine denn mit einem mechanistischen Weltbild zu tun?

  40. Sebastian Bartoschek

    Ich muss übrigens tatsächlich zurück rudern. An einer Stelle. Bei der ich aber auch schon im Gespräch benannte unsicher zu sein: bei der Fortbildung zum Facharzt für Psychiatrie.
    Die dort gemachten Aussagen waren nicht zutreffend.
    Dafür entschuldige ich mich bei den betroffenen Ärzten.

    Unberührt bleiben naber die Aussagen dazu, dass ich finde dass die Ärztelobby in der Psychotherapie zu unguten Ergebnissen führt, gerade auch in der Versorgungslage.

    Und natürlich stimmt alles, was ich zum Heilpraktiker (Psychotherapie) gesagt habe. Auch wenn ich nun in einige Nachtgebete nicht mehr eingeschlossen werde. Wahr ist wahr ist wahr.

  41. Sarah R.

    Selten so gelacht. Ich empfehle das auf die Bühnen zu bringen, bringt sicherlich mehr Erfolg, als es Wählerstimmen zieht.
    Piratenpartei, immer wieder gut für ein Eigentor.

  42. Hennes52525

    Schade,
    da muss ich mir doch wirklich 4 Wochen vor der Wahl ne neue Partei suchen. So etwas unseriöses ist mir selten unter die Finger gekommen. Der oder Die jenige die eine qualifizierte Ausbildung genossen hat, hat auch gelernt mit dem Kolegen ARZT zusammen zu arbeiten. Wir wollen alle nur das eine , nämlich den Menschen helfen. Das geht nun leider mal nur Hand in Hand. Ich kenne einige Ärzte die den Heilpraktiker nachgemacht haben weil sie die vielseitigen Möglichkeiten erkannt haben.

    Schade liebe Piraten, das was ich in euch sah seit ihr für MICH leider nicht mehr.

    mfg Jo

  43. BioBlubb

    Schon geil, wie sich hier viele lautstark über ein Berufsverbot aufregen, obwohl direkt im ersten Absatz steht, dass das kein Mensch vorhat. Wenn ihr scheinbar nicht in der Lage seid, diesen einfachen Text zu verstehen, warum sollte man dann überhaupt mit euch diskutieren? Auch ist es in solchen Diskussionen sehr auffällig, dass immer nur eine Seite durch exzessiven Gebrauch von Ausrufezeichen auffällt. Wer brüllt hat Recht, oder wie?

    Ach ja, und an den Elektrotechniker, der meint, E-Technik sei das “evidenzbasierteste Fach”, dass er kenne: Können sie das irgendwie näher erklären? Insbesondere, was eine Ingenieurwissenschaft “evidenzbasierter” macht als z.B. Physik, Chemie oder Biologie?

    @julitschka: Danke für deine Arbeit! In solchen Momenten bin ich doch wieder überzeugt, in der richtigen Partei zu sein!

  44. Ron

    ich sag euch ma was ihr habt was ich so lese NULL Plan von dem Berufsstand… habt ihr denn nichts besseres zu tun? Wer diesen Beruf ernst nimmt kann Menschen so viel gutes tun. Wenn ihr die typischen Antibiotika- und Paracetamol-Schlucker seid dann informiert euch mal was das alles mit eurem Körper anrichtet und mit welchen Folgeschäden ihr irgendwann zu kämpfen habt. Ihr habt mal “Moderne” symbolisiert, jetzt wollt ihr zurück ins Mittelalter. Dann lasst aber auch eure Laptops alle stehen und schreibt wieder fleissig Briefe mit Tinte! Ihr hattet mal liberale Züge, als echte Alternative zur FDP… jetz seid ihr Vertreter der Pharmalobby die sich dumm und dusslich verdient damit das sie ihren überteuerten Chemie-Dreck in die Patienten durch Ärzte pumpen lassen. Und was euren Hass gegen Esoteriker betrifft… euch würde die eine oder andere spirituelle Erfahrung wirklich gut tun damit ihr mal seht das es noch mehr gibt als eine Welt von Bytes & Bits. Die meisten vom eurem Klientel sind emotional verkümmerte Einsamlinge die vergessen haben was es bedeutet echte nähe zu anderen Menschen (=Gesellschaft) zu haben aber wollt darüber entscheiden können was für die Gesellschaft das richtige ist.

  45. Dedda

    Liebe Julitschka,
    was genau ist denn Hokuspokus? Das wird mir auch am Ende Ihres Artikels nicht klar? Geht es hier nur um Homöopathie? Die Naturheilkunde ist mehr als nur Kügelchen schlucken, und das Wissen darüber ist schon sehr viel älter als die Schulmedizin.
    Mit Aufklärung und Verbesserung innerhalb des Gesundheitssystems wollen sie den Heilpraktikern den Nährboden entziehen (alleine diese Wortwahl lässt tief blicken). Genau das Gegenteil wird dann passieren. Wenn endlich aufschlussreiche und vor allem verlässliche, unabhängige Studien (ohne Sponsoren der Pharmaindustrie) zu sämtlichen Therapien zur Verfügung stünden, würde sich zeigen, wie unzulänglich die Schulmedizin in vielen Bereichen ist. Dann würde vielen Heilpraktikern/Naturheilkundlern und naturheilkundlich arbeitenden Ärzten endlich die Aufmerksamkeit zu Teil werden, die ihnen zusteht. Sicher gibt es viele schlechte Heilpraktiker, aber sicher mindestens genau so viele schlechte Ärzte. Das regelt der Markt von selbst, dazu braucht es keine Politik. Mal ehrlich, wie oft müssen Patienten unter Falschdiagnosen oder Behandlungsfehlern leiden? Doch wohl in den allermeisten Fällen innerhalb der Schulmedizin. Wenn die Krankenkassen den Patienten freie Hand ließen zwischen den angebotenen Therapien (egal ob Arzt oder Heilpraktiker) zu wählen, würde sich schnell herausstellen, dass so eine Menge Kosten eingespart werden könnten. Viele chemische, schädliche und teure Mittel wären so vermeidbar.
    Wenn Sie mit der von Ihnen favorisierten evidenzbasierten Medizin eine Medizin auf Grundlage klinischer Studien meinen, dann würde ich das sehr begrüßen. Das schließe aber nicht automatisch eine naturheil-kundliche Therapie aus.
    Dass die Alternativmedizin auch in das Medizinstudium Einzug gehalten hat, zeigt doch, dass sie anerkannt werden sollte. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern noch einiges dazwischen und wer heilt, hat Recht.
    Ich sehe jedenfalls in meiner Naturheilpraxis und zusammen mit meinem naturheilkundlich arbeitenden Hausarzt, dass ich für mich und meine Patienten den richtigen Weg gehe.

  46. Hans

    Zum Glück geniessen Heilpraktiker ein sehr hohes Ansehen in der Bevölkerung. Und solange es mehr Heilpraktikerpatienten als Piratenwähler gibt, brauche ich mir auch um meinen Berufsstand keine Sorgen zu machen denn zu meinem Patientenstamm zählen nicht nur überdurchschnittlich viele Ärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe sondern wahrscheinlich auch der ein oder andere Piratenwähler.
    Es sieht so aus als ob einzelne Vertreter der ultrarationalistischen Skeptiker-Glaubensbewegung versuchen die Meinungshoheit innerhalb der Piraten an sich zu reissen. Anders kann ich mir diesen groben Unfug nicht erklären. Pfui !!

  47. Johanna Müller

    So viel unqualifizierten Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Wenn man von einem Thema keine Ahnung hat, dann sollte man sich vorher besser informieren! Heilpraktiker müssen eine Ausbildung mit Abschlussprüfung durchlaufen! Von unqualifiziert kann man da nicht reden!
    Wer diesen Berufszweig verbieten möchte soll sich mal überlegen wie viele Arbeitsplätze damit den Bach runter gehen. Sollen sie doch zukünftig das “Arbeitslosengeld” aus Ihrer Parteikasse bezahlen. Von den Rückerstattungen der Ausbildungskosten möchte ich gar nicht anfangen!

    Aber wie sagt man so schön, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal xxx halten!

  48. Erik

    Danke, damit wäre eine weitere Partei aus dem Rennen… langsam wird es eng auf dem Zettel.

    Es ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Heilpraktiker, sondern auch ein Schlag ins Gesicht eines jeden Patienten, der sich gegen die Angstmaschinerie der Pharmaindustrie und Skeptiker entscheidet. Wer da wem die Stange hält oder halten wird und möchte scheint dann soweit klar zu sein, schade eigentlich, ich dachte, Ihr wärt wirklich offen :-(

  49. Norbert Strzoda

    Damit schießt ihr euch ins Aus … und Tschüß, sagt ein Patient, bei dem die Schulmedizin versagt hat und eine Heilpraktikerin geholfen hat.

  50. RoMina

    Als “geborene Diplomatin” möchte ich an dieser Stelle auf einen sehr wohl devastierenden Fachkommentar zu diesem Blog verzichten.
    Wie oft muss es eigentlich noch gesagt werden, dass man bei Stellungnahmen, die sich gegen irgendjemander Erwerbstätigkeit richten, als PiratIn IMMER ERWÄHNEN muss, dass es simultanes Bestreben der Partei ist, die Anpassung an die Forderung(in diesem Fall Um-/Nach-Schulung) durch das BGE für den Betroffenen auch finanzierbar zu machen, statt mit blinder Polemik Existenzängste zu verbreiten.
    War die Urheberrechtsdebatte, in der die Piraten als Künstlerkiller dargestellt wurden nicht Lehre genug?
    Ich hätte zur Wahlkampfzeit etwas mehr Sensibilität erwartet.

    • Julitschka

      Ja, da muss ich dir Recht geben. Das war so nicht geplant. Wer hätte gedacht, dass ein ein Monate alter Blogpost, in dem ich erkläre, dass wir nichts verbieten wollen und das sehr gute Gründe hat, so viel Aufmerksamkeit erhält. Irgendwie dumm gelaufen. Aber wenn die Leute nicht richtig lesen können/wollen kann ich auch nichts machen. Und verkürzend polemisch habe ich schon immer geschrieben. 😉 Aber Danke für den Kommentar. Da ist wirklich was dran. :-)

      • Mathias

        Auch wenn du die Leute hier für zu dumm zum lesen hältst, so denke ich doch dass alle den Grundtenor deines Artikels verstanden haben. Das Argument “zu dumm” tritt immer dann auf wenn es jemanden nicht gelingt sich in sein Gegenüber hineinversetzen zu können – was auf der politischen Bühne (wie auch in anderen Gebieten) meiner Meinung nach ein fatales Defizit darstellt.

  51. 0+1

    Interessant. 1 Monat nach der Veröffentlichung kommen plötzlich am selben Tag ettliche Leute auf diesen Blog, lesen den Beitrag offensichtlich noch nichtmal durch und ranten (u.a. mit Ad-Hominem Attacken) dagegen.
    Muss ich mir ein Aluhut aufsetzen, wenn mir das verdächtig unzufällig vorkommt?

    Um es mit Mastercard-Werbung zu sagen: “Doing the right thing – unbezahlbar” – Mach weiter so und schau dir immer gut die Evidenz an:-)

    lg
    0+1

    • DerHuette

      Wenn das nur so einfach wäre mit Evidenz in der Medizin. Aber wieso sollte man sich mit dieser Problematik beschäftigen? Das Schlagwort ‘evidenzbasierte Medizin’ klingt gut und kann prima herausposaunt werden.
      Evident, liebe Piraten, ist leider nur, dass Ihr das verheißungsvolle Projekt Piratenpartei in den Sand gesetzt habt.

  52. Hua Tuo

    Klar liebe Piraten, da beschwert Ihr Euch, dass es für Heilpraktiker keine staatlich geregelte Bundesweite Ausbildung gibt, aber selbst glaubt Ihr, dass ein VHS Kurs in Politik oder ein Praktikum in einer Computerfirma als Qualifikation reicht, um als Abgeordneter über das Wohl von 80 Millionen Menschen zu entscheiden. Ich fordere einen staatlich anerkanntes Studium mit Abschluss in Politik und Berufserfahrung in einer führenden Position um sich als Volksvertreter wählen zu lassen.

    • BioBlubb

      Äh, das mit der “repräsentativen parlamentarischen Demokratie” hast du aber schon verstanden, oder? Die Grundidee war ja mal, Abgeordnete zu wählen, die “aus dem Volk” kommen und eben _keine_ “Berufspolitiker”. Das wir davon meilenweit entfernt sind, steht auf einem anderen Blatt. Ihr Vorschlag wäre der direkte Weg in eine Oligarchie.

  53. tilobyte

    Mit den Piraten gibt es endlich eine Partei, die sich klar gegen Pseudomedizin und ihre ihre immer grössere Verbreitung und Akzeptanz wendet. Wahlfreiheit schön und gut, aber was sich nicht wissenschaftlich belegen lässt, darf sich überhaupt nicht Medizin nennen dürfen

  54. Michael Baudler

    Wie schön das Ihr Mittel und Wege sucht euren Willen und Ansichten der Allgemeinheit auf zu zwingen.

    Dann geht halt nicht zum Heilpraktiker Ihr hochnäsigen eingebildeten *Zensiert*.

    *Zensiert* und trollt euch weiter in Foren in die Politik schafft Ihr die Ihr auf so eine Scheiße kommt hoffentlich niemals.

    Absofort ist jeder Pirat für mich das gleiche wie nen NPD’ler etc….
    Abschaum und fast schon ein Untermensch!

    • BioBlubb

      Geil, erst Piraten mit Nazis vergleichen und dann Nazisprech vom allerfeinsten verwenden! Chapeau!

  55. muegast

    Oh Gott! …und bis gestern war ich allen Ernstes der Meinung das Ihr wählbar seid!
    Eure “Selbstzerfleischung” konnte ich noch vor dem Hintergrund der holprigen Anfänge einer Truppe, die sich noch selbst (er)finden muss, verstehen aber das, was Ihr hier schreibt – das schmerzt, wirklich!
    Ihr steht lt. eigener Aussage für Pluralismus und Offenheit und dann so ein Schwachsinn! Das was Ihr hier anstrebt haben nicht mal die Kommunisten wirklich ernsthaft versucht umzusetzen.
    Menschen gehen nicht zum Heilpraktiker, weil sie an irgend etwas glauben oder auf HokusPokus vertrauen, die, die den Weg dahin finden, haben nicht selten einen Odysse durch die “Segnungen” der Schulmedizin hinter sich und der Witz an der Sache ist, diese schulmedizinisch “austherapierten” Patienten, erfahren hier nicht selten Heilung bzw. nachhaltige Linderung der Leiden.
    Du schreibst: “Wäre es nicht arrogant….” – nein:
    ES IST ARROGANT!
    über etwas zu urteilen, es gar zu bekämpfen, bei dem man sich nicht mal im Ansatz die “Mühe” gemacht hat, es zu hinterfragen, geschweige denn verstehen zu wollen.

    Im Ernst – im Frühjahr dachte ich noch, da (bei den Piraten) kann ich mitmachen, dann kam das große HickHack innerhalb Eurer Truppe, bis gestern standet Ihr für den 22.09. bei mir an erster Stelle und heute lese ich das – Echt Schade!

  56. Lars Reime

    Allein darüber nachzudenken, eine Heilmethode zu verbioeten, hat nichts mit freier Selbstbestimmung zu tun. Schwach!

  57. Ernie

    Wieviel hat Ihnen denn die Pharmalobby oder die großen Parteien gezahlt, um so sich so ins Abseits zu schießen? Geld stinkt nicht was. Alle korrupt. Man kann echt niemanden mehr wählen. Und zur Info: ich zahle Privat lieber 30eur die Stunde für einen Heilpraktiker oder Ernährungsberater und sehe Erfolge mit der Heilung, als jeden Monat von der Krankenkasse gezwungen werde 300eur im Monat Beitrag zu zahlen und im Gegenzug keine Termine bei Hautärzten bekomme, 5 Min. Bekomme um mich beim Arzt hinzusetzen, Tabletten bekomme die in der Testphase sind, OPs bekommen soll die gar nicht nötig sind, Impfungen die nicht nötig sind. Wird ein alles aufgequatscht. Seid ich die Schulmedizin meide, geht es mir erheblich besser. Warum ich noch zum Arzt gehe und jeden Monat 300eur zahlen muss: für ein Gelben Zettel. Mehr nicht. Ach habe mich letztens mit einem Arzt unterhalten im Krankenhaus. Der meinte er ist zufrieden wenn er in Rente gehen kann. Dieses Mafiosi System erträgt er nicht mehr. Er will danach Naturheilkundlich weitermachen. Schon seltsam. Wie er sagt: Früher kamen die Leute ins Krankenhaus wegen Bauchweh und man gab schöne Tabletten die aber nur die Symptome bekämpfen nicht die Krankheit. Heute erzählt er den Leuten die Wahrheit: viel Kamillentee trinken, Ruhe, kein Stress, kein Fleisch essen, pflanzliche Medikamente zu sich nehmen. Und schwupps. Die Menschen sind genesen. Aber was bringt dem Arzt sein Brot? Nicht die Gesundheit und nicht der Tod. Sondern die Schwelle dazwischen: die Krankheit.

  58. Julia

    Ich bin froh, dass der FDH Ihre Partei befragt hat. Meine Stimme haben Sie hiermit verloren.
    MfG, eine seit 17 Jahren erfolgreich arbeitende Heilpraktikerin

  59. hapevon65

    Ohne tiefere Wertung betrachtet war die HP-Überprüfung vor einigen Jahren noch ein Kaffeetrinken mit dem Amtsarzt. Seit dem Boom der HP-Schulen ist es eine etwas strengere Überprüfung geworden, ob der HP-Anwärter keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt. Eben darum wird vor allem das Wissen über das Infektionsschutzgesetz geprüft neben Wissen, in etwa dessen was ein Medizinstudent bis zum Physikum hat. Dann ist man noch lange nicht heilkundig. Es bedarf weiterer Fortbildung und Erfahrungen. Es gibt gute Heilpraktiker, allerdings auch einen Haufen HP’s, die nicht mehr drauf haben, als Nahrungsergänzungen zu verkaufen.

  60. tilobyte

    Wieviel hat eigentlich die nicht minder starke Alternativ”medizin”- Lobbby Ernie oder anderen bezahlt, um hier zu posten? 😉

    Übrigens, es gibt keine verschiedene Medizin, sondern nur Medizin, diese ist auf ihre Wirksamkeit wissenschaftlich reproduzierbar getestet
    darunter fallen auch pflanzliche Wirkstoffe und keine Mediziin.

  61. Patrick

    Der Artikel ist generell definitiv interessant und die Bedenken durchaus nachvollziehbar, aber auf Psiram als Informationsquelle zu verweisen, ist jenseits von gut und böse. Es gibt nur wenige Seiten im Netz, die so viel Bullshit als Fakten darstellen wie dieses oninöse Portal.

  62. Ernie

    Das lustigste ist,die Nazis hätten diesen Beruf erfunden. Erstmal quatsch und zweitens: die Nazis haben auch die Autobahn erfunden, aber jeden Tag benutzen. Ich wäre auch dafür die Autobahn abzuschaffen. Und die Nazis haben die Vergasung erfunden, und trotzdem schmatzt jeder von euch sein Fleisch jeden Tag…. isst weiterhin für alles ne Pharmapille. Und nein ich bin nicht bezahlt, sondern ein Patient der jahrelang mit Drüsenfieber zu tun hatte. Vollgepumpt mit Antibiotika,Cortison,Schmerzmittel. Ich hielt Heilpraktiker auch für quatsch, aber nach ein halbes Jahr Therapie bin ich gesund. Es gibt da nicht nur Kügelchen, vielleicht mal besser recherchieren. Gelacht habe ich,als die mir die Kúgelchen gab, Schwachsinn. Sie werden sicherlich heute oder morgen eine Erstverschlimmerung haben, es kommt nämlich alles raus. Hahaha.und nâchsten Tag 39 Fieber und 2 Wochen krank gewesen und danach ging es mir immer besser. Und ich sagte danach:das war doch Zufall. Aber nein, bei der nâchsten Mittelgabe dasselbe. Egal, wer heilt hat Recht.Ihr solltet mal lieber die Pharma und die Ärzte die korrupt sind ins Wahlgeschehen aufnehmen. Es gibt auch gute Ärzte die sich gegen dieses Geld Krankensystem wehren, aber die haben meistens kleine Praxen und kaum Kohle, weil nicht jede Woche ein Pharmaverkäufer in die Praxis kommt und Geschenke mitbringt wenn der Arzt mehr verschreibt. Augen auf beim Arztbesuch.

  63. Lola

    was ich hier gerade gelesen habe ist unfassbar. ihr denkt darüber nach, heilpraktiker zu verbieten und kommt da erst auf die problematik der schlechten ärzte? schwach. warum googlen patienten? weil ihnen nicht geholfen wird.

    ich bin 24 und seit 3 jahren schwer krank, leide unter täglichen durchfällen, kann nicht mehr studieren und erhalte hartz 4. mehrere allgemeinmediziner hatten keine antwort auf meine situation und sagten mir, ich solle mich damit abfinden. natürlich habe ich kein vertrauen mehr in ärzte und fange an zu googlen. was bleibt mir auch anderes übrig? ich habe jedenfalls keine lust mich mit meiner situation abzufinden. wäre interessant zu wissen, was ein pirat machen würde – ob er nach 3 jahren nicht auch nach jedem möglichen strohhalm greifen würde, wenn die schulmedizin nicht mehr greift? damit abfinden? das möchte ich sehen.

    bevor ihr darüber nachdenkt, bestimmte berufe, die einigen menschen sicherlich helfen, zu verbieten, macht euch doch mal gedanken über wichtigeres wie unser kaputtes gesundheitssystem.

    ich bin sprachlos.

  64. tilobyte

    Ich glaube, hier kommentiert nur ein Bot unter verschiedenen Namen, der nur die Überschrift analysiert und da was von verbieten liest….

  65. tilobyte

    Totschlagargument “Wer heilt hat recht.” Gesund mit Pseudomedizin ist aber etwas anderes als gesund durch Pseudomedizin, oder?

    In Österreich ist übrigens der Beruf des Heilpraktikers verboten, nur Ärzte dürfen die Heilkunst ausüben. (Quelle Wikipedia)

  66. Ernie

    Was interessiert mich noch was mich pflanzliches gesund gemacht hat? Mich interessiert mehr warum Ärzte mir monatelang Antibiotika verschrieben obwohl sie wussten ich hab Drüsenfieber. ( Ein Virus, da helfen keine Antibiotika. Heilpraktiker machen das sogenannte erste Staatsexamen. Warum soll man Arzt sein? Gefährlich diese Heilpraktiker ohne Doktor? Also was ich so an Ärzte erlebt habe…da denke ich nur die haben ihren Doktor auf dem Rummel geschossen oder wieder abgeschrieben. Mit Kompetenz hat das nichts zu tun,wenn ein Arzt erstmal googeln muss was ich haben könnte. :-) Wer hat mehr Menschen auf dem Gewissen? Die pseudomedizin oder doch die gute Medizin ala Schule? Beide könnten viel voneinander lernen, aber das Problem ist einfach: der Mensch wird durch die Natur gesund, deshalb schlecht für die Pharma und Profit. Langsam stellen die Pharmaunternehmen pseudo Medizin her, aber auch Chemisch verändert. Der Siegel veröffentlicht ein Artikel über die Heilpraktiker, wie schlecht die sind. Monate später hat man festgestellt, das eine Pharmafirma namens B. Summen in Millonenhöhe an den Spiegel spendete. gute Nacht Deutschland.:-) In Österreich ist die Heilkunst verboten: was geht mich Österreich an? In Afghanistan haben Frauen keine Rechte und Homosexuelle werden erhängt, sollen wir das jetzt auch übernehmen…also was für Schwachsinn.

  67. elfchen

    Ui ui ui,
    da wollen Kinder “Politik spielen” und damit über Dinge urteilen, von denen sie keine Ahnung haben.
    Die eigene Überzeugung zu haben, dass Homöopathie Hokuspokus ist, naja, das haben ja viele. Aber dies öffentlich zu diskutieren ist ein no go. Definitiv keine Partei zum Wählen! Da mögen die Ansätze noch so vielversprechend sein, ich sehe das als unterschwellige Gewalt gegen Heilpraktiker UND ihre Patienten.

    Wer überprüft denn mal die Ausbildung der Ärtzte? Wie viel vom “Wissen” über Medikamente ist gesteuert von der großen Pharmaindustrie?

  68. Jörg Rinne

    Text neu verfasst und entschärft. Leider wurde der originale Text entfernt, darin standen Dinge wie “den Heilpraktikern das Wasser abgraben” etc… Ih hätte mir gewünscht, dass der originale Text bleibt und nur neu kommentiert wird von der Autorin. Denn an dem originalen Text konnte man sehr schön sehen, wie die Piraten zu Heilpraktikern eingestellt sind. Heilpraktiker wachsen seit 20 Jahren wie Pilze aus dem Boden, nicht weil es immer mehr Spinner gibt, sondern weil die mündigen Patienten gemerkt haben, dass die Schulmedizin bei chronischen Krankheiten versagt hat. Angebot und Nachfrage regeln den Markt. Wo keine Nachfrage, da kein Angebot. Aber die Piraten setzen sich wohl überwiegend aus jungen Menschen zusammen, die idR. noch relativ gesund sind, evtl. kommt das schlechte Verhältnis zur Naturheilkunde daher ? Auf jeden Fall sollte NIEMAND die Piraten wählen, wenn er die Freiheit unserer Therapien erhalten möchte.

  69. Anja

    Ich HABE mir den Artikel komplett durchgelesen und bin erschrocken wie engstirnig und uninformiert die Autorin agiert. Ich als HP mit dem Schwerpunkt Psychosomatische Erkrankungen habe insgesamt 10 Jahre an Ausbildung hinter mir, welche stetig fortgeführt wird. Vielleicht fragt sich die Autorin einmal, warum es in des Gesundheitsämtern so hohe Durchfallquoten für den HP gibt? Nordeutschland ca. 75%, Süddeutschland ca 90%. Die Amtsärzte sieben GENAU aus, weil sie wissen, das die Ausbildung leider total uneinheitlich sind. In der Regel kommt nur jemand durch die gesamte Prüfung, der eine meist 3-Jährige HP Ausbildung absolviert und diese auch verstanden hat. Hier geht es hauptsächlich um die Vermittlung von Physiologie/Pathologie… hier wird kommen meist auch gut ausgebildete Krankenschwestern an ihre Grenzen, da in drei Jahren Wissen vermittelt wird, für welches der Medizinstudent deutlich mehr Zeit hat.
    Anschließend oder nebenher läßt sich jeder HP in speziellen Naturheilverfahren ausbilden, welche in der Regel auch nicht als Wochenendausbildung laufen. Eine umfassende TCM Ausbildung dauert zwischen 3-5 Jahren. Osteopathie zwischen 5-7 Jahren, Klassiche Homöopathie 2-4 Jahre.
    Ich führe meine Praxis seit 5 Jahren, angefangen als Psychologische Beraterin und meine Klienten schätzen sicherlich nicht nur die Mehrzeit, die ich für sie aufbringe, sondern gute Behandlung, umfassende Betreuung und Aufklärung.
    Auch wenn die Autorin betont, dass sie den HP nicht verbieten wollen, wirft sie mit ihren unbedachten und unvollständigen Aussagen ein völlig verklärtes Bild auf den Berufsstand des HP. In ihrem Interview mit dem HP Dachverband liest man ganz klar, wie allgemein und oberfläch gehalten ihre Antworten sind.
    Schade, wieder nur eine Partei mit engstirnigen und kleinkarierten Ansichten, die u.a. Naturheilkunde mit Esoterik und braunem Gedankengut gleichsetzen…. mal abgesehen von anderen unsinnigen, nicht durchdachten Wahlinhalten. Schade.

  70. Heilpraktikerin

    Jawohl…Wer heilt hat recht…Hach wenn wir schon dabei sind meine Lieben bitte ich auch euch hier zu unterschreiben :)
    http://www.grundrecht-gesundheit.de/petition-zeichnen/?ehkz=GNL5435

    Die Rückkehr in die Natur und zu unserem Ursprung und die alternativen Heilweisen werden die Zukunft sein…!

    Und es könnte sich beides-Schulmdeizin und Naturheilkunde- so gut ergänzen und ineinandergreifend arbeiten wenn es solche Spalter nicht gäbe…

    • naturundwirtschaft

      Wer heilt hat recht! Aber er muss auch beweisen, dass er geheilt hat.

      Rückkehr zur Natur? Da fällt mir ein Wiz ein:

      Treffen sich zwei Steinzeitmenschen. Dagt der eine: “Wir haben nur natürliche Heilmittel, wir haben Schamanen, die mit Geistern reden, die unser Schicksal beeinflussen, wir haben keine Umweltverschmutzung wir leben im Einklang mit der Natur. Warum verdammt werden wir dann kaum 30 Jahre alt?”

  71. Jörg Rinne

    Sich oben auf einen Beitrag von Esowatch oder heute Psiram zu beziehen, ist auch weit hergeholt….
    Der Betreiber dieser Seite hat einen Haß auf die Naturheilkunde, da er negative Erfahrungen mit der Naturheilkunde bei einem austherapierten Patienten in seiner Familie hatte.
    Wer erst kurz vor Ex zu einem Heilpraktiker kommt, dem kann der HP dann genauso wenig helfen, wie ein Schulmediziner. Darüber ist der Betreiber nicht hinweg gekommen und deswegen führt er seinen Privatkrieg gegen die Naturheilkunde und läßt natürlich alles im negativen Licht erscheinen….

    In der heutigen Zeit sollte man sich mit seiner PRIVATEN Meinung vielleicht etwas zurückhalten, da dadurch die Piraten im allgemeinen negativ aufgefallen sind und dies nun auch seine Konsquenzen nach sich zieht und somit schadet ihre PRIVATE Meinung lediglich ihrer Partei.
    Was für ein Nutzen sollte der alte Beitrag bringen?
    Den man ja nun vorsorglich entfernt hat?
    Schon mal versucht als Arzt die HP Überprüfung beim Gesundheitsamt zu bestehen?
    Ich musste dafür 4 Jahre lernen und nicht nur ein paar Stunden in der Uni, sondern auch meine komplette Freizeit ging damals dabei drauf.

    Die Durchfallquote liegt bei 80 % und die Fragen sind ähnlch der Fragen aus dem GK3 was sie ja aus ihrem Medizinstudium kennen sollten.
    Danach kommt bei vielen Kollegen noch eine Fachausbildung die in der Homöopathie (was man in der Schweiz auch studieren kann… ) drei Jahre dauert, und in der Osteopathie 5 Jahre. Sind also zusammen 8 oder 9 Jahre Ausbildung. Da kommen wir doch schon recht nahe an Ihre 10 Jahre Studium.
    In der schriftlichen Prüfung gibt es einheitliche Fragen in ganz Deutschland die von Ärzten ausgearbeitet wurden, früher war das anders, da konnte jedes Gesundheitsamt machen was es wollte.
    In der mündlichen Prüfung darf ein Komitee aus bis zu 7 Prüfern incl. Beisitzern fragen was sie wollen, aus dem Bereich der Medizin. Rechtskunde, Krankheiten, Symptome, etc. Man muss alle wichtigen Krankheiten im Kopf haben mit allen dazugehörigen Differentialdiagnosen. Ein grober Fehler z.B. die Fehldeutung eines Symptoms ist schon das Aus in der Prüfung.
    Die Naturheilkunde ist der Pharmaindustrie schon immer ein Dorn im Auge und wird aus deren Seite angegriffen wo es nur geht. Nicht umsonst hat man uns in den letzten Jahren tausende von Medikamenten weggenommen (Nachzulassungsfristen).

    Schade, wenn die Piraten hier einen Handlungsbedarf sehen zu Ungunsten der Heilpraktiker.

    Heilpraktiker machen mehr, als “nur” Patienten betreuen. Es entsteht also nicht nur ein “Betreuungsvakuum” beim Wegfall des Berufs. Wir suchen labortechnisch mit Blut- oder Stuhl- und Urinuntersuchungen nach Ursachen und somit nach kausalen Therapieansätzen. Neue Werte die erst viele Jahre später von der Schulmedizin übernommen werden, finden wir zuerst in den Laborangeboten die Privatärzten und HPs zur Verfügung stehen… ( Beispiel: oxiLDL, TKTL1, Apo10Gen, IgG Nahrungsmittelunverträglichkeitstests, RAST auf IgE die seit Jahren wegen der Kosten nicht mehr vom Allergologen gemacht werden..etc… )

    In Ihrem Text steht ,HPs verbringen nicht selten eine Stunde mit der Anamnese. Da war früher bei den gewissenhaften alten Ärzten ebenso der Fall.
    In 8 Minuten kann niemand die individuellen Ursachen einer chronischen Krankheit ermitteln. Vorrausgesetzt er interessiert sich überhaupt dafür. “Der Patient hat dadurch das Gefühl der Heilpraktiker interessiere sich wirklich für das Wohl des Patienten.”
    Was sonst ? Natürlich interessieren wir uns für das Wohl unserer Patienten, immerhin leben wir von ihnen und von einer guten Mund zu Mund Propaganda. Ferner wüsste ich auch nicht warum ich leise und reumütig den Rückzug antreten sollte…
    Es ist die Schulmedizin die bei chronischen Krankheiten versagt hat, nicht die Naturheilkunde. Wenn man nach dem Begriff “reumütig” googelt findet man Synonyme wie :
    “beschämt, bußfertig, schuldbewusst, zerknirscht.”
    Ich bin mir keiner Schuld bewusst, schuldig sollten sich manche Ärzte fühlen, die gedankenlos Pharmapräparate mit massenhafften Nebenwirkungen zur sympotomatischen Therapie verordnen, ohne jedlichen kausalen Ansatz.

  72. Stefan Marzinowski

    Leute das war es wohl für die Piraten. Ich hoffe unter 2% schade ein hoffnungsvoller Wind für dieses Land enttarnt sich als laues Lüftchen verzogener Halbgebildete. Was anderes fällt mir dazu nicht mehr ein.

  73. Kai

    Das Motto “Wer heult, hat recht”
    soll den Parteigenossen wohl Mut machen für die Zeit nach der Wahl. Dann können sie was Gescheites lernen und beginnen seriös zu recherchieren. Sollten die Frustrationen in Depressionen umschlagen, dürfen sie gern auf einen Therapieplatz warten oder es mit dem Glück aus der Blisterpackung versuchen. Als Ergänzung empfehle ich, die Angst vor dem Unbekannten zu überwinden.

  74. petrovitschka

    Gerne hätte ich auch in Ihrer privaten Meinung etwas mehr Kompetenz bezüglich des Inhaltes gefunden. Z.B. hätten Sie sich den peinlichen Vergleich eines HPs mit einem Arzt ersparen können. Eine fundierte HP-Ausbildung von etwa 3 Jahren und eine ebenso fundierte Fachausbildung zwischen 1 bis zu 5 Jahren sind sicher nicht mit einem akademischen Medizinstudium zu vergleichen, aber deshalb sind die HPs reglementiert und dürfen bei Weitem nicht alle Gebiete.
    Weiterhin sind Physiotherapeuten wie Masseure oder mediz. Bademeister aufgrund eines eigenes Berufsgesetzes tätig (MPhG), allerdings gibt es sein Kurzem eine eingeschränkte Heilerlaubnis als HP nur für Physiotherapie.
    Doch was ist es eigentlich, was Sie so ärgert? Ist es vielleicht eher das Vorhandensein von wirksamen alternativen Methoden? Oder dass HPs den Ärtzen die Igel-Leistungen streitig machen (was machen Sie mit Ärzten die mit Homöopathie arbeiten)? Dass Heilpraktiker eine Lücke im System schließen? Dass nicht jeder Ihre persönliche Meinung teilt? Möchten Sie den Umstand abschaffen, dass es – wie in jeder Branche – einige schwarze Schafe gibt, die vorgeben mehr zu können und zu sein, als es tatsächlich der Fall ist, und dafür auch noch Geld erhalten?
    Wenn es darum geht schlage ich vor, mit der Einführung einer standardisierten Ausbildungsqualität für Politiker zu beginnen. Dann blieben vielleicht solche einseitigen, uninformierten und genau so wenig durchdachten wie intellektuellen Privatmeinungen von Politikern erspart.

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